Künstler Bernd Sadra stellt in der Alten Mühle aus

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Bernd Sadra zeigt seine Werke in der Alten Mühle.

BÖNEN - Titel vergibt Bernd Sadra nur als Denkanstoß. Deswegen fanden die 50 Gäste der Vernissage des Bönener Künstlers auch keine unter seinen Gemälden in der Alten Mühle.

 „Jeder sieht in den Bildern etwas anderes“, erklärt der 62-Jährige, „meine Nachbarin hat hier zum Beispiel Aktenordner erkannt.“ Sadra gab dem entsprechenden Bild, das in anderen Augen eine Skyline darstellt, den Titel „Bewegende Mauer“.

Es sind eben „Parallelwelten“, auf die der Bönener Künstler hinweist. Das Leben ist nicht eindimensional, Sadra unterstreicht es in seinen Arbeiten. Er hat einen eigenen Strich, die Stilart lässt sich nicht ganz einordnen. Auch das ist ganz in seinem Sinne. „Ich öffne den Hahn“, erklärt er. Das, was dann an Fantasie fließt, zeigen schließlich die Leinwände.

Die Ausstellung ist bis zum 17. Februar in der Alten Mühle zu sehen. Am 31. Januar (14 bis 17 Uhr) und am 1. Februar (11 bis 14 Uhr) führt Bernd Sadra nochmals persönlich durch seine Vernissage.

„Ich habe zwar eine Vorstellung, wenn ich zum Pinsel greife, die kann sich aber im Laufe der Arbeit wandeln.“ Wenn es einzuordnen wäre, vereint er Abstraktes mit Gegenständlichem – in einer sehr dynamischen Formensprache. Sadra nutzt Acrylfarben auf Leinwand. „Ich habe nur zwei Pinsel, zwei Hände und zehn Finger“, sagt er. Damit lässt sich aber offensichtlich eine große Palette von Techniken verwirklichen. Auch sein Farbempfinden passt. Ein Rotton ist auf praktisch jeder Leinwand zu finden. „Ja. Das kann man sagen, dass rot zu meinen Lieblingsfarben gehört.“

Der ehemalige Depotmanager ist inzwischen hauptberuflich bildender Künstler. Sadra ist außerdem weiter neugierig. Er studierte Karikatur, aktuell lernt er auch Kunstgeschichte. Seine Arbeiten bewirbt er mit einer professionell gemachten Broschüre. Und er engagierte Pianist Lars Kriegel. Der Musiker komponierte ein zweiteiliges Stück zu den Bildern der Ausstellung. „In der Klassik gibt es nichts, was passt“, erklärt Kriegel. Er zauberte am Sonntagmorgen musikalische „Parallelwelten“ zu denen auf den Leinwänden. - ml

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