Über 1000 Tiere

Kröten, Frösche und Co: Helfer retten in Bönen deutlich mehr Amphibien

Kröte Krötenwanderung
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Über 1000 Kröten wurden im Rahmen der Aktion von den freiwilligen Helfern gezählt.

Freiwillige Helfer haben in Bönen in den vergangenen Wochen mehr als 1000 Tieren das Leben gerettet. Aufgrund der Witterung mussten die Helfer aber mehr Zeit in die Krötenwanderung stecken.

Bönen – Die Amphibienwanderung hat den ehrenamtlichen Helfern an der Speckenstraße in diesem Jahr viel abverlangt. Die starken Temperaturschwankungen sorgten wiederholt für Unterbrechungen der Wanderbewegungen. Es war für die empfindlichen Kröten, Frösche und Molche schlichtweg zu kalt. Kontrolliert werden musste trotzdem, um Einzeltiere aus den eingegrabenen Eimern zu befreien.

„Die Aktion war in diesem Jahr sehr zeitaufwendig“, bestätigte Friedhelm Lange von den Bönener Grünen, die die jährliche Sammel- und Zählaktion koordinieren. Ein Schwachpunkt war die Kreuzung Speckenstraße/Schwarzer Weg. „Da kann man nicht sperren.“ Folglich gab es dort einige Verluste, auch wenn die Autofahrer sehr rücksichtsvoll gewesen seien.

Bestandserhebung für das nächste Jahr geplant

Lange lobte außerdem die Zuverlässigkeit der Freiwilligen und die sehr gute Unterstützung durch die Gemeinde. Dank der Absperrung an den Straßenrändern konnten die Helfer sicher in die Gräben steigen, um die Tiere zu bergen, zu bestimmen und dann auf die andere Straßenseite zu tragen.

Den Erfolg bestätigte auch Maximilian Drexler als Zuständiger der Gemeinde bei Naturschutzfragen. Die Aktion und Leistungsbereitschaft der freiwilligen Helfer wolle er besonders hervorheben.

Als sehr hilfreich hat sich auch das neu eingeführte, digitale Meldeformular erwiesen. Das zeigt nun deutlich den Erfolg der Maßnahme. So erfassten die Helfer 713 männliche Erdkröten, 407 weibliche, 25 Grasfrösche, 83 Teichmolche und einen Laubfrosch. Die Zahl der seltenen und streng geschützten Kreuzkröten lag bei 61. Darüber freute sich Friedhelm Lange besonders, denn durch die zunehmend trockenen Sommer sind die Amphibien besonders stark belastet. „Die Maßnahme hat viele Tiere gerettet.“

Maximilian Drexler hob das gute Ergebnis ebenfalls hervor. Im vergangenen Jahr seien die Zahlen deutlich schlechter gewesen. Für 2022 kann er sich sogar vorstellen, eine Bestandserhebung an den Straßen durchzuführen, die aktuell bei Amphibienwanderungen gesperrt sind, wie der Schwarze Weg und die Witheborgestraße. „Dies könnte uns gesicherte Hinweise über die Wanderrouten und Populationsgrößen in diesen Bereichen geben.“

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