1. wa.de
  2. Lokales
  3. Bönen

Kreis Unna schließt lokale Impfstellen - nur zwei bleiben bestehen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Kira Presch

Kommentare

Frau impft Mann in Bönener Impfstelle Bürgerbahnhof
Die Impfstelle im Bönener Bahnhof schließt Ende Januar. © Robert Szkudlarek

Die Impfstellen in den Kommunen des Kreises werden Ende Januar schließen. Der Bedarf sei zuletzt deutlich gesunken, heißt es aus dem Kreishaus. Die Impfangebote des Kreises sollen nun auf zwei Städte konzentriert werden.

Kreis Unna - Die bislang in den einzelnen Kommunen vorgehaltenen öffentlichen Impfangebote werden Ende Januar auf die beiden Impfstellen in Unna und Lünen konzentriert. Das hat der Kreis Unna am Donnerstag erklärt. Die Angebote in den anderen Kommunen werden dann wie geplant wieder eingestellt. Damit schließen Ende des Monats auch die Impfstellen im Bönener Bürgerbahnhof und an der Marina in Bergkamen-Rünthe.

Insgesamt gibt es derzeit elf Impfstellen in den Kommunen des Kreises. Sie waren zusätzlich aktiviert worden, um den immensen Bedarf an Auffrischungsimpfungen abdecken zu können. „Diese Strategie ist aufgegangen, das belegen auch die aktuell rückläufigen Zahlen bei den öffentlichen Impfangeboten“, heißt es in einer Stellungnahme des Kreises.  

Geplant war das Auslaufen dieser Impfstellen von Beginn an für den 31. Januar. „Angesichts der Entwicklung kann dies jetzt auch so umgesetzt werden“, erklärt der Kreis. Falls nötig, und eine Landesfinanzierung vorausgesetzt, werden an der Platanenallee in Unna weitere drei Impfstraßen eingerichtet und deren Zahl damit verdoppelt. Für die Impfstelle in Lünen steht eine weitere Beauftragung der Johanniter an.

Über 28000 Impfungen im Dezember

Mit der Konzentration auf Unna und Lünen reagiere der Kreis darauf, dass absehbar auch Apotheken, Zahnärzte und Veterinäre zusätzlich zu Haus- und Fachärzten eine wohnortnahe Impfversorgung sicherstellen.

Noch sind Termine in den lokalen Impfstellen buchbar

Vier Impftermine finden noch in der Bergkamener Impfstalle an der Hafenstraße statt – am 21., 22. 28. und 29. Januar. Die ersten drei Termine sind für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren vorgesehen. Am letzten Termin finden reguläre Impfungen ab 12 Jahren statt.

Drei Termine finden noch im Bönener Bahnhof statt, buchbar sind noch Impftermine am 27. und 29. Januar.

Anmeldungen sind möglich unter www.kreis-unna.de/gegencorona.

Zuletzt seien die Zahlen in den Impfstellen in Verantwortung des Kreises deutlich zurückgegangen. Sie waren Ende vergangenen Jahres ins Leben gerufen worden, um insbesondere Boosterimpfungen voranzutreiben. Allein im Dezember wurden an den elf Standorten 28741 Menschen geimpft - davon in Bergkamen 3146 Menschen, in Bönen 886 Personen.

Impfzentrum Schlange Einlass
An der Marina Rünthe haben die Städte Bergkamen und Werne eine Impfstelle eingerichtet. © Robert Szkudlarek

Nachfrage hat den Aufwand gerechtfertigt

In Bergkamen sind nach Auskunft von Karsten Rockel vom Stadtmarketing seit dem 26. November bis jetzt 3146 Menschen auf zwei Impfstraßen immunisiert worden. „Das Angebot vor Ort ist gut angenommen worden“, bestätigt Rockel.

Für die Gemeinde Bönen bedeutet das, dass die Impfstelle im Bahnhof am Ende des Monats – zumindest absehbar – schon wieder ausgedient hat und abgebaut werden kann. „Der Aufwand zur Einrichtung der Impfstelle im Bahnhofsgebäude war in einem überschaubaren Rahmen“, so Kämmerer Dirk Carbow. „Die Räume mussten gereinigt und einzelne Wände aufgefrischt werden. Wir haben sie mit Tischen, Stühlen und Trennwänden ausgestattet und mit der nötigen Technik. Ich denke, die Nachfrage hat den Aufwand gerechtfertigt.“ Allein im Dezember wurden 886 Menschen in Bönen immunisiert.

„Wir wissen ja nicht, was an Impfstrategien noch notwendig wird, da ist es sicherlich besser, das auf wenige, aber größere Standorte zu konzentrieren“, so Carbow. „Das ist einfach wirtschaftlicher. So kann der Kreis zentral auch personell besser planen. Vorher musste jede Kommune für das nötige Personal sorgen, was nicht immer einfach war.“ Dirk Carbow dankt an der Stelle ausdrücklich allen, die sich engagiert haben und mit ihrer Arbeit die Impfstelle Bönen unterstützt haben.

Landrat bedankt sich bei Teams und Kommunen

Auch Landrat Mario Löhr bedankt sich bei den einzelnen Teams und den Kommunen für das Engagement. Die flexible und entschlossene Reaktion vor Ort auf die Herausforderung, neue Impfangebote zu initiieren, habe ihn beeindruckt. „Wir sind noch nicht durch, deshalb ist es gut zu wissen, dass wir schnell und umfassend handlungsfähig sind“, so Löhr, der heraushebt, dass die dezentralen Impfstellen dauerhaft keine effiziente und leistbare Option seien können. „Wir wissen aber, dass wir jederzeit wieder reagieren könnten, wenn es notwendig wird.“

Auch interessant

Kommentare