Ordnungsamt im Einsatz

Kontrollen im Mergelbergwald: Leinenpflicht für Hunde gilt das ganze Jahr

Wald Waldweg Ordnungsamt Bönen
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Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes kontrollieren im Mergelbergwald.

Wer seinen Hund nicht an die Leine nimmt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Im Mergelbergwald wurde jetzt kontrolliert.

Bönen – Herumschnüffeln, die Nase tief ins Gras stecken, mit Artgenossen toben oder über die Wiese flitzen: Das genießen viele Hunde bei ihren Gassirunden oft besonders. Und auch für Herrchen oder Frauchen ist es entspannter, sich die Leine einfach locker über die Schultern zu legen, anstatt den Vierbeiner daran in die vorgesehene Richtung ziehen zu müssen. Doch erlaubt ist das Ableinen in Bönen nicht. Darauf wurden jetzt einige Hundebesitzer im Mergelbergwald aufmerksam gemacht.

Zwei Mitarbeiterinnen des Bönener Ordnungsamtes kontrollierten in dem kleinen Waldstück, ob alle Gassigänger ihre vierbeinigen Lieblinge an der Leine führen. Das war häufig nicht der Fall.

Noch keine Bußgelder

Bußgelder kassierten die Gemeindemitarbeiterinnen zwar noch nicht, appellierten aber an die Menschen, sich beim Spaziergang in der Natur künftig an die Leinenpflicht zu halten.

Die gilt laut Gemeindeordnung und Landeshundegesetz mit Ausnahme von extra gekennzeichneten Hundewiesen generell außerhalb eingefriedeter Grundstücke in den Ortsteilen, wie der Fachbereich der Gemeindeverwaltung angibt. Im Wald greife zudem das Landesforstgesetz, und dies fordert, Hunde gleichfalls außerhalb von Wegen im Wald an der Leine zu führen.

Vorsicht vor allem während Brutzeit

Zwar besteht die Leinenpflicht in Bönen das ganze Jahr über, besonders sensibel sollten Hundehalter aber in der Brut- und Setzzeit vom 1. März bis 31. Juli sein. Wenn die Wildvögel und -tiere brüten beziehungsweise ihre Jungen aufziehen, können frei laufende Hunde viele Tiere gefährden und erschrecken. „Und zwar auch dann, wenn sie nicht unmittelbar hinter vermeintlicher Beute herhetzen“, erklärt Irina Tien, Leiterin der unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Unna. Wenn Elterntiere beispielsweise durch die Hunde aufgescheucht würden, verließen sie vorübergehend ihren Nachwuchs. Der könne in dem Moment von Beutegreifern geholt werden.

Auf keinen Fall sollten die Hundefreunde „Stöckchen“ zum Apportieren in die Felder, Wiesen und Brachflächen werfen und diese Flächen betreten. „Das stört nicht nur die dort lebenden Tierarten, sondern ebenso die Landwirte: Mit Hundekot versetztes Heufutter wird vom Vieh verschmäht, und nicht wiedergefundene Apportiergegenstände können Schäden an Erntemaschinen verursachen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises.

Verstöße gegen die Leinpflicht können in Bönen als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, danach wird ein Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro fällig.

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