Kandidatenkür für Kommunalwahlen

„Die Linke“ will „Stammtisch-Verfahren“ in Bönen aufbrechen

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Die frisch nominierten Spitzenkandidaten der Linken zur Kommunalwahl: (v.l.) Lina Omlin, Kathrin Hoffmann, Dominik Benski, Hüseyin Kafa und Senay Oturak.

Bönen – Die Partei „Die Linke“ in Bönen hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen am 13. September benannt. Auf Platz eins der Reserveliste: Senay Oturak

An Selbstbewusstsein und Optimismus mangelt es Senay Oturak nicht. „Wir hätten auch 20 Wahlbezirke mit Kandidaten besetzen können“, erklärte der Bönener Vorsitzende der Partei „Die Linke“ am Freitagabend. Die Parteimitglieder hatten dabei gerade ihre sieben Kandidaten für die Reserveliste bei der Kommunalwahl im September nominiert. In allen 16 Bönener Wahlbezirken ist die Partei zudem mit Direktkandidaten präsent.

Sitz im Gemeinderat als Minimalziel

Oturak selbst führt die Reserveliste an. Sein Minimalziel: die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehende Ruth Tietz als Vertreter im Gemeinderat abzulösen. Wenn es am Ende für mehr Sitze reichen sollte, zieht die Liste in dieser Reihenfolge: Carina Krätzig, Hüseyin Kafa, Lisa Omlin, Daniel Tatarynowicz, Kathrin Hoffmann, Dominik Benski.

„Wir wollen vor allen Dingen das Stammtisch-Verfahren aufbrechen, mit dem in Bönen Kommunalpolitik gemacht wird“, betont Spitzenkandidat Senay Oturak. Gemeint ist damit, dass es im Gemeinderat gar nicht mehr zu offen ausgetragenen Auseinandersetzungen um den richtigen politischen Weg komme. Stattdessen stimmten die vier Parteien CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und BgB, die auch jetzt wieder hinter dem parteilosen Bürgermeister Stephan Rotering stehen, alle Weichenstellungen vorher ab. Alles bleibe so im kleinen Kreis – und die wirklich wichtigen Veränderungen würden nicht angegangen.

„Wollen mehr für Bönens Jugendliche tun“

Für solche Veränderungen aber stünden die Linken. „Wir wollen mehr für Bönens Jugendliche tun, mehr kulturelle Impulse für sie anbieten und wieder ein Angebot des Jobcenters in Bönen etablieren. Und wir wollen die sozialen Ungerechtigkeiten hier beseitigen“, sagt Oturak. Dazu gehöre auch, rechtzeitig für eine hinreichende Zahl an Kinderbetreuungsplätzen zu sorgen, um alleinerziehende Eltern nicht im Regen stehen zu lassen.

„Auf der Bahnhofstraße muss endlich Tempo 30 eingeführt werden und im Innenbereich ein Durchfahrverbot für Lkw“, ergänzt Oturak. An vielen Stellen sei die Kommunalpolitik stecken geblieben, etwa auch in der Frage der Ärzteversorgung und im Wohnungsbau. Stattdessen werde immer wieder viel Geld für externe Gutachter ausgegeben, deren Expertisen dann aber nichts brächten.

Ruf der Gemeinde soll besser werden

„Bönen soll bunter und wieder attraktiver werden“, betont Kathrin Hoffmann außerdem. Es gehe auch darum, für einen besseren Ruf der Gemeinde zu kämpfen. Um das zu erreichen, wolle man auf Impulse und Ideen aus der Bürgerschaft eingehen. „Wir sind für alle Bönenerinnen und Bönener da“, verspricht Senay Oturak. „Rufen Sie mich an, gern auch privat auf meinem Handy unter 0176/57782068. Ich bin 24 Stunden am Tag für Sie zu erreichen.“

Text: Werner Wiggermann

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