"Klasse statt Masse": Bönener CDU-Vorsitzender kritisiert Anträge der SPD

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Der Vorsitzender der Bönener CDU Torsten Goetz (links sein Stellvertreter Helge Meiritz) kritisierte in seiner Rede die Masse der Anträge der SPD und zog eine klare Trennungslinie zur AfD.

Bönen – Nicht immer ganz ernst zu nehmen war die Rede von Torsten Goetz, Vorsitzender der Bönener CDU, am politischen Aschermittwoch seiner Partei. In einer scharfzüngigen Ansprache fand er aber zu einigen Punkten deutliche Worte.

Direkt zu Beginn seiner Rede machte Torsten Goetz, erster Vorsitzender der CDU Bönen, darauf aufmerksam, dass die rund 25 anwesenden Parteimitglieder in der Gaststätte Dörnemann selbst entscheiden sollen, auf welche Art sie das Gesagte auffassen. „Ob das, was ich hier gleich erzähle, Satire oder Realität ist, das entscheidet ihr für euch“, bereitete Goetz seine politischen Freunde auf das Folgende vor. Der politische Aschermittwoch der Bönener CDU war eröffnet.

Goetz holte einen scheinbar endlos langen Streifen Papier hervor. War das etwa seine Rede? Müssten die Anwesenden etwa stundenlang warten, ehe es zum gemütlichen Teil mit dem gemeinsamen Heringsstipp-Essen übergehen würde? Nein, weit gefehlt: „Das hier ist übrigens die Liste mit den ganzen Anträgen, die die SPD in der nächsten Zeit stellen wird“, klärte Goetz auf. 

Großes Gelächter in den Räumen des Restaurants. Später sollte der Vorsitzende diesen Witz noch einmal mit ernsthafterem Hintergrund aufgreifen: „Ich bin davon überzeugt, dass in Sachen Anträgen Klasse statt Masse zählt“, erklärte er. Seine scharfzüngige Ansprache war in Form eines lokalpolitischen Rückblicks gehalten. So begann Torsten Goetz mit einem Blick auf den März 2019 und auf eine Artikelüberschrift des Westfälischen Anzeigers, die der CDU Bönen einen neuen Stil bescheinigte. 

Abgrenzung zur AfD

„Auf die Leute zuzugehen, sie zu fragen, was ihnen wichtig ist und sich dann darum kümmern ist aber kein neuer Stil“, stellte Goetz klar. „So sollte Politik immer sein!“ Für den Wahlkampf im April bescheinigte er seiner Partei großartiges Teamwork. „Kollege Burkhard Geckert durfte, um Plakate anzubringen, auf Leitern klettern, ich habe von unten Anweisungen geben – so sieht gute Zusammenarbeit aus“, scherzte Torsten Goetz. Auch das stets beliebte und amüsante Boßelturnier tauchte in seiner Rede auf und sorgte für humorvolle Erinnerungen. 

Im Finale seiner Rede war Goetz vor allem wichtig, eine Sache hervorzuheben: „Wir sind die Einzige der Bönener Parteien, die bisher öffentlich klipp und klar gesagt hat, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD unter keinen Umständen in Frage kommt“, betonte der CDU-Bönen-Vorsitzende und sorgte damit für riesigen Applaus. CDU-Fraktionsvorsitzender Detlef Pilz gab im Anschluss an die Ausführungen von Goetz einen kurzen Überblick über den Besuch der Flüchtlingsunterkünfte. 

„Ich habe mich in meiner Rede bewusst auf die Lokalpolitik konzentriert“, erläutert Torsten Goetz. Für ihn ist es besonders wichtig, sich für die Gemeinde einzusetzen. Natürlich verfolgt er aber auch die aktuellen bundespolitischen Geschehnisse mit großem Interesse. „Das ist gerade eine sehr spannende Zeit“, erzählte der CDU Vorsitzende.

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