Folgen der Bundesnotbremse

Kitas im Notbetrieb: Eltern müssen im Mai zunächst keine Beiträge zahlen

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Für die Betreuung in Kitas müssen Bönener Eltern für den Monat Mai keine Beiträge zahlen.

Eltern von Bönener Kindern müssen für den Monat Mai vorerst keine Kita-Beiträge zahlen. Der Kreis Unna hat die Beitragseinziehung ausgesetzt und hofft auf Unterstützung vom Land.

Bönen/Kreis Unna – Der Kreis Unna hat entschieden, für Mai zunächst keine Elternbeiträge einzuziehen. Diese Regelung betrifft die Kommunen, für die der Kreis als Jugendamt tätig ist: Bönen, Fröndenberg/Ruhr und Holzwickede.

Konkret geht es um Kita- und Tagespflege-Beiträge. Außerdem nicht eingezogen werden die Elternbeiträge für die zwei Offenen Ganztagsbereiche der kreiseigenen Förderschulen.

„Die Belastungen für Familien in der Corona-Pandemie sind extrem. Zusätzlich zum gestiegenen Betreuungsaufwand zu Hause ist die finanzielle Belastung hoch“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Seit Monaten zahlen Eltern Beiträge, ohne dafür eine vollständige Gegenleistung zu erhalten.

„Wir hoffen, dass das Land nun kurzfristig Ernst macht und die langen Ankündigungen für eine Beitragsregelung schnell umsetzt“, betont Kreis-Jugenddezernent Torsten Göpfert. „Die Hängepartie für die Eltern muss endlich ein Ende haben.“

Volle Beiträge trotz reduzierter Betreuungszeit

Beim Nicht-Einziehen handelt es sich nicht um einen formalen Beitragsverzicht, sondern um ein „Aussetzen“ der Beiträge. Der Kreis setzt darauf, dass sich das Land angesichts der Bundesnotbremse und einer Notbetreuung ab einer 165-er-Inzidenz bewegt und die Beiträge erlässt.

Zwar waren die Kitas in den vergangenen Wochen geöffnet. Doch sie fuhren im eingeschränkten Pandemiebetrieb – was unter anderem heißt: volle Beiträge bei einer um zehn Stunden pro Woche reduzierten Betreuungszeit. Zuletzt gab es im Januar eine finanzielle Entlastung für die Familien. Die Kita-Beträge wurden für diesen Monat erstattet, davon trug das Land die Hälfte der Kosten. Den Rest zahlten die Kommunen.

Der Kreistag hatte bereits einen Vorratsbeschluss für einen Beitragserlass für Februar gefasst, falls das Land sich wieder mit 50 Prozent an den ausfallenden Beiträgen beteiligen würde. Doch das Land habe nicht gezahlt, heißt es vom Kreis.

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