Kirchengemeinde Bönen will bei der Konfirmandenarbeit neue Wege beschreiten

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Pfarrer Detlef Belter wird voraussichtlich nur noch zwei Konfirmanden-Jahrgänge begleiten

Bönen – Liedertexte und die zehn Gebote auswendig lernen – das war einmal. Inzwischen beschäftigt sich der Konfirmandenunterricht auch mit Themen, die Jugendliche umtreiben. Zwei Jahre lang hat sich der Kirchenkreis Hamm Gedanken über ein neues, zeitgemäßes Konzept gemacht. Das geht jetzt unter anderem in Bönen in die Erprobungsphase.

Hintergrund ist, dass die Arbeit künftig auf weniger Pfarrstellen verteilt werden muss. Das bedeutet, für den Konfirmandenjahrgang 2020/2022 wird sich einiges ändern: mehr Teambetreuung und Blockunterricht. In den kommenden Jahren wird die Anzahl der Pfarrstellen im Evangelischen Kirchenkreis Hamm stark zurückgehen und gleichzeitig die Zahl der zu begleitenden Gemeindeglieder pro Pfarrstelle deutlich steigen. Bisher wurde für rund 2750 Gemeindeglieder eine volle Pfarrstelle gerechnet. In Zukunft könnte sich das Verhältnis drastisch verändern, dann kommen bis zu 5000 Gemeindeglieder auf eine Pfarrerin oder einen Pfarrer. 

Dies betrifft auch die Kirchengemeinde Bönen mit rund 7000 Gemeindemitgliedern, wo die Pfarrer Detlef Belter und Thomas Melloh 2022 in den Ruhestand gehen werden. „Wir werden dann nur noch 1,5 oder zwei Pfarrstellen in Bönen haben“, rechnet Detlef Belter vor. „Um die Gemeindearbeit effektiv weiterführen zu können, müssen neue Konzepte her – auch in der Konfirmandenarbeit.“ 

Ehrenamtliche Jugendliche arbeiten mit

Deshalb wurde auf der Ebene des Kirchenkreises ein neues Konzept für die Konfirmandenarbeit entwickelt, das mit dem kommenden Jahrgang in die Erprobungsphase gehen wird. Das Projekt wird von den Jugendreferenten der Jugendkirche Hamm, Mitarbeitern der Jugendkirche und der Kirchengemeinden sowie den Pfarrern begleitet. Ehrenamtliche Jugendliche werden zurzeit ausgebildet, um für die Konfirmanden als Ansprechpartner da zu sein. Flankiert wird die Konfirmandenarbeit durch die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde (First Floor und Stairway to Heaven).

„Die Idee ist, den Konfirmanden Kirche näher zu bringen und auch ganz praktisch erfahrbar zu machen“, erläutert Detlef Belter, der mit rund 50 Anmeldungen in Bönen rechnet, das Konzept. „Das geht weg von der reinen Wissensvermittlung im regelmäßigen Unterricht einmal in der Woche, hin zu Blockseminaren und themenbezogenen Praktika, um Kirche vor Ort zu erleben – etwa beim Besuch eines Küsters oder eines Bestatters zu erfahren, wie sie arbeiten und Themen wie Tod und Trauer zu vertiefen. Die Konfirmanden können sich dann Schwerpunkte aussuchen. Derzeit sind wir noch dabei, einzelne Themen zu entwickeln, die wir im Zeitplan noch ergänzen werden.“ Bis zur Anmeldung soll die Terminübersicht komplett sein. Bei der Ausarbeitung von Themen und der Betreuung der Gruppen sind weitere ehrenamtliche Helfer willkommen. Sie können mit den Pfarrern Detlef Belter und Joachim Zierke Kontakt aufnehmen.

Konfirmationen 2020 

Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr auch dafür gesorgt, dass die jungen Christen in Bönen ihre Konfirmationen nicht wie geplant im April und Mai feiern konnten. Inzwischen stehen aber die neuen Termine fest. So werden die Mädchen und Jungen aus dem Pfarrbezirk 3 am Sonntag, 20. September, von Pfarrer Detlef Belter in der Alten Kirche eingesegnet. Zurzeit sind zwei Gottesdienste geplant, um 9.30 und um 11.30 Uhr. Sollte es die Schutzverordnung bis dahin zulassen, wird aber möglicherweise nur ein Gottesdienst gefeiert. Im Pfarrbezirk 1 sind aktuell drei Konfirmationsgottesdienste mit Pfarrer Thomas Melloh und Vikar Birger Falcke geplant und zwar am Wochenende 11. bis 13. September. Und schließlich sollen die Konfirmanden im Pfarrbezirk 2 von Joachim Zierke am 3. und 4. Oktober in der Alten Kirche sowie in der Evangelischen Kirche Flierich ihren Segen bekommen.

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