Kippenschnipser zahlen in Bönen nur ein moderates Bußgeld

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Das Wegwerfen von Zigarettenkippen ist eine Ordnungswidrigkeit. In Bönen werden dafür 15 Euro fällig.

Bönen - Wer seine Zigarettenkippe achtlos wegwirft, der muss blechen. Denn das ist verboten. Das  NRW-Umweltministerium empfiehlt ein Bußgeld von bis zu 100 Euro. In Bönen sind Umweltsünder mit 15 Euro dabei  wenn sie erwischt werden.

Die Zahl der Raucher ist laut Statistik zwar rückläufig, in den Kommunen finden sich aber nach wie vor auf Straßen, Gehwegen und Plätzen immer wieder deren Hinterlassenschaften. Das sieht nicht nur eklig aus, sondern ist auch ein Problem für die Umwelt. 

Dabei ist das Wegwerfen von Zigarettenkippen verboten. Formal handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, für die ein Bußgeld fällig wird, wenn man beim Entsorgen der Glimmstängel erwischt wird. Denn die Kommunen – so auch Bönen – müssen für die Reinigung des öffentlichen Raumes entsprechend viel Geld einplanen, damit Müll und Kippen nicht überhand nehmen. 

2002 verabschiedete der Gemeinderat Bönen eine Verordnung, in der ausdrücklich das Wegwerfen von Zigarettenkippen als Ordnungswidrigkeit aufgeführt wird. „Paragraf 10 der Verordnung sieht für diesen Fall ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro vor“, bestätigt der zuständige Fachbereichsleiter Jörg-Andreas Otte. 

Damit liegt Bönen am unteren Rand der Bußgeldtabelle. Das NRW-Umweltministerium empfiehlt ein Bußgeld von bis zu 100 Euro. Die Empfehlung ist für Kommunen aber nicht bindend. Aktuell variieren die Bußgelder zwischen 10 Euro in Hamm, 10 bis 25 Euro in Dortmund, 50 Euro in Münster, bis zu 55 Euro in Lippstadt und 100 Euro in Lüdenscheid. In Soest werden bislang gar keine Bußgelder verhängt, die Stadt setzt auf persönliche Ansprache der Umweltsünder. 

Die müssen aber erst einmal auf „frischer Tat“ ertappt werden, damit ein Bußgeld verhängt werden kann. „Sofern eine Ordnungswidrigkeit durch den Außendienst festgestellt wird, wird grundsätzlich ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet“, erläutert Otte. „In den vergangenen drei Jahren konnte jedoch keine entsprechende Ordnungswidrigkeit festgestellt werden.“

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