Ferienspaßaktion: Kinder können für ihr Bönen Flagge zeigen

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Das Team, das das Projekt „Flagge zeigen – Mein Bönen“ betreut: Künstlerin Kerstin Donkervoort, Fleur Vogel (LAG NRW), Heike Konstapel (Go in), Fotograf Jörg Meier und Caroline Kirchner (Kulturbüro der Gemeinde Bönen; v. l.)

Bönen – „Flagge zeigen – mein Bönen“, unter diesem Motto steht eine Aktion, die im Rahmen des Ferienspaßes im Sommer stattfinden wird.

Fleur Vogel, Bildungsreferentin der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Kunst & Medien NRW und ehemalige Kulturbeauftragte der Gemeinde, hatte gestern bei ihrem Besuch im Treffpunkt Go in ein besonders Projekt im Gepäck, das sie zusammen mit den beteiligten Organisatoren vorstellte. 

Eine Woche lang, vom 5. bis 9. August, können 16 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 14 Jahren drei Meter hohe Fahnen gestalten und damit auch das Gesicht der Gemeinde beeinflussen. 

Statements über die Gemeinde

„Das gefällt mir besonders gut in Bönen“, „das macht mir hier Spaß“, „das ist mein Lieblingsort“, aber auch „das wünsche ich mir“ und „das gefällt mir gar nicht“, sind Statements, die die jungen Künstler auf den Flaggen verewigen können, damit ihre Ideen und Themen öffentlich wahrgenommen werden.

 „Als landesweiter Träger haben wir vor drei Jahren ein ähnliches Projekt durchgeführt mit Flüchtlingskindern in Nettetal. Dort waren die Schwerpunkte sicher anders, als sie in Bönen sein werden“, berichtet Fleur Vogel. „Wichtig ist uns, dass auch Kinder und Jugendliche zu vielen Dingen eine eigene Meinung haben, und sich Gedanken zu aktuellen Themen wie zum Beispiel Umweltschutz machen.“ 

Es gehe zwar auch um den künstlerischen Output bei der Aktion, aber nicht darum, so viel wie möglich zu produzieren. „Die Kinder werden aus dem Projekt anders rauskommen, als sie reingegangen sind – dafür machen wir Kinder- und Jugendarbeit“, so Fleur Vogel. 

25 Stunden kreative Arbeit

Für die künstlerische Konzeption ist die Bönener Künstlerin Kerstin Donkervoort zuständig: „Wir haben in der Woche insgesamt 25 Stunden Zeit für die Gestaltung der Flaggen. Ausreichend Zeit, um uns über das Thema klar zu werden, und in welchem Stil wir die Themen umsetzen werden.“ 

Es können auch Texte einbezogen werden. „Es geht nicht darum, schön zu malen, sondern Aufmerksamkeit zu erreichen.“ Jedes Kind bearbeitet eine Papiervorlage im Maß von 42 mal 160 Zentimetern. 

Am 9. August werden die Arbeiten zum Abschluss der Woche dann vorgestellt. Hier kommt Fotograf Jörg Meier ins Spiel. Er wird die Originale fotografieren. Die Fotos werden dann auf Fahnenstoff gedruckt. 

„Der Öffentlichkeit sollen die Flaggen voraussichtlich Anfang September im Rathaus vorgestellt werden“, so Caroline Kirchner vom Bönener Kulturbüro. Danach sollen sie bei verschiedenen Veranstaltungen ein Blickfang sein. 

Möglich ist das Projekt durch die Förderung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration und durch eine Spende der Sparkasse Bergkamen-Bönen.

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