Einsatz beendet

250 Kilo-Bombe in Bönen entschärft: Verdacht auf zweite Bombe

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Bönen - Eine 250 Kilo-Bombe ist am Buchenplatz in Bönen gefunden worden. Anwohner im Radius von 250 Metern wurden am Donnerstagabend aufgefordert, umgehend ihre Wohnung zu verlassen. Alle Infos im Artikel.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die Bombe am Buchenplatz ist entschärft.
  • Die Evakuierung läuft seit etwa 16.30 Uhr.
  • Alle Anwohner im Radius von 250 Metern mussten sofort ihre Wohnung verlassen.
  • Eine Betreuungshalle ist in der Turnhalle der Pestalozzi-Schule an der Woorthstraße eingerichtet.
  • Es besteht ein Verdacht, dass sich eine zweite Bombe auf dem Gelände befindet. Das Kampfmittelräumungsteam klärt das am Freitagmorgen.

Bomben-Entschärfung in Bönen

Freitag

10.43 Uhr: Ein Aufatmen geht durch die Stadt: Robert Eisler aus der Verwaltung konnte am Freitagmorgen Entwarnung geben. Das verdächtige Objekt, dass bei der Bombenentschärfung am Tag zuvor gefunden wurde, ist keine Bombe.

Donnerstag

19.09 Uhr: Ob es sich um eine zweite Bombe handelt, klärt das Kampfmittelräumungsteam am Freitagmorgen. Der Verdacht besteht und das würde bedeuten, dass morgen wieder im selben Ausmaß evakuiert werden muss. Wir berichten weiter.

18.41 Uhr: Aber schlechte Nachrichten: Es besteht der Verdacht, dass sich auf dem selben Grundstück eine weitere Bombe befindet, sagt Robert Eisler von der Verwaltung. Dieser Verdacht muss aber noch überprüft werden. Morgen früh finden die notwendigen Untersuchungen statt.

Hinter diesem Haus am Buchenplatz ist die Bombe entdeckt worden. Vorn dem Haus wartet ein Fahrzeug der Spezialfirma, die die Bombe nach ihrer Entschärfung abtransportieren wird.

18.38 Uhr: Jetzt ging's schnell: Die Evakuierung ist abgeschlossen und die Bombe ist bereits entfernt. 

18.20 Uhr: Das DRK stellt 15 Einsatzkräfte, die Feuerwehr ist mit 35 Leute vor Ort. Sechs Polizeiwagen kreisen um den Sperrbezirk, um die Menschen davon abzuhalten, in den Bereich zu fahren und Fragen zu beantworten.

18.18 Uhr: Dann ging alles ganz schnell: Das betroffene Gebiet wurde in Abschnitte eingeteilt. Es wurde eine genaue Einwohnerliste erstellt und die Pestalozzi-Schule zum Sammelpunkt erklärt und die Versorgung der Menschen dort vor Ort sichergestellt. 

Alle anwesenden Bauhof-Mitarbeiter wurden herangezogen, um die Straßen, die in das betroffene Areal führen abzusperren. 22 Mitarbeiter, unter anderm des Ordnungsamts haben elf Zweierteams gebildet, die alle Wohnungen abgehen, um die Menschen aus den Wohnungen zu holen und sicherzustellen, dass alle Häuser evakuiert sind. Erst wenn diese Mitarbeiter wieder im Rathaus sind und dort melden, dass alle Wohnungen leer sind, kann der Bürgermeister dem Kampfmittelräumdienst den Start erlauben.

18.13 Uhr: Auch der Bürgermeister ist vor Ort. 12.15 Uhr gab es erste Vermutungen, dass am Buchenplatz eine Bombe liegen könnte. Um 14 Uhr haben sich diese bestätigt. In Rücksprache mit dem Kampfmittelräumdienst hat Bürgermeister Stephan Rotering den Stab gebildet. "Ich bin froh, dass das nicht am Mittwoch passiert ist, weil dann das Rathaus eher geschlossen ist", sagt Rotering. Sie haben alle verfügbaren Mitarbeiter zusammengetrommelt, um die Aufgabe zu stemmen. Das Rathaus wurde geschlossen, damit die Mitarbeiter für den Einsatz frei waren.

17.58 Uhr: Das Team der Kampfmittelräumung besteht aus vier Personen: Michael Möser von der Bezirksregierung, Tizian Wurm, Dominik Haller und Volker Lenz. Wenn Lenz die Freigabe bekommt, dann baut er den Zünder aus. Er zählt die Bomben nicht mehr, die er entschärft hat. Bestimmt 70 oder 80 habe er entschärft, sagt Lenz.

Das Kampfmittelräumteam, das die Bombe entschärft und abtransportiert: von rechts: Michael Möser (Bezirksregierung Arnsberg), Volker Lenz, Leiter des Kampfmittelräumteams, T&izian Wurm und Dominik Haller von der Kampfmittelräumfirma Röhll.

17.53 Uhr: Der Einsatzleiter der Kampfmittelräumung sagt, dass es erst losgehen kann, wenn alle Menschen evakuiert sind. Volker Lenz entschärft die Bombe. Eine Fachfirma legt die Bombe frei, bis Lenz sie entschärfen kann.

17.48 Uhr: Der Einsatzleiter der Kampfmittelräumung sagt, dass die Entschärfung im schlimmsten Fall - wenn man Equipement nachfordern muss - bis zu vier Stunden dauern kann. Normalerweise dauert sie zwischen einer halben und einer Stunde. 

Die Bombe ist durch eine Luftbildauswertung gefunden worden. Anhand der Messtechnik könne man jedoch nicht feststellen, ob es tatsächlich ein Kampfmittel ist. Jedoch habe man den Verdachtsmoment überprüft und dabei festgestellt, dass es sich um eine Bombe handelt.

17.40 Uhr: Elf Zweier-Teams der Verwaltung sind unterwegs und informieren alle Bewohner der betroffenen Häuser und Wohnungen. 

17.33 Uhr: Die Evakuierung läuft auf Hochtouren. Familien verlassen ihre Häuser. Die Einsatzleitung hat der Bürgermeister, Kreisbrandmeister Thomas Heckmann unterstützte die Maßnahmen.

17.23 Uhr: Hier noch eine Übersicht mit leichter erkennbaren Straßennamen:

Für das gesamte Bild auf die Pfeile rechts oben klicken.

17.17 Uhr: Es geht los: Die Turnhalle kann jetzt als Sammelstelle eingerichtet werden. Helmut und Brunhilde Frühauf sind die ersten am Sammelplatz.

17.12 Uhr: Das Team muss warten, bis alle evakuiert sind. Die Straßen sind schon relativ leer, in den Wohnungen und auf den Balkonen sitzen aber noch viele - vor allem ältere Personen.

Kampfmitteltrupp ist vor Ort am Buchenplatz und wartet, bis alle Personen aus dem Radius verschwunden sind. Dann wird der Zünder ausgebaut und die Bombe abtransportiert.

Befürchtungen bei der Polizei: 

Die Polizei fürchtet, dass ein Gewitter im Anmarsch ist. Sollte es gewittern, kann die Bombe nicht geräumt werden. Die Polizei ist mit sechs Streifenwagen unterwegs, um die Lage zu überwachen.

17.05 Uhr: Das hier ist der Bereich, der evakuiert werden muss:

17.02 Uhr: Am Rathaus hat die Feuerwehr ihren Stützpunkt eingerichtet. Derweilen gibt es Schwierigkeiten, die Notunterkunft an der Pestalozzi-Schule einzurichten. Die Alarmanlage lässt sich nicht ausschalten.

16.59 Uhr: Die Evakuierung an der Woortstraße läuft. Das DRK richtet an der Pestalozzi-Schule die Notunterkunft ein.

16.49 Uhr: Am Buchenplatz wurde die Bombe gefunden. Genauere Informationen zum Ort und zum evakuierten Raum folgen.

16.44 Uhr: Die Feldstraße ist bereits gesperrt. Die Leute sind zum größten Teil noch nicht informiert. Viele Anwohner drehen an der gesperrten Straße um.

16.39 Uhr: Alle Betroffenen müssen ihre Wohnung verlassen. Wer dazu nicht in der Lage ist, kann das Rathaus kontaktieren: Telefon 9330. Aufenthaltsmöglichkeiten gibt es in der Turnhalle der Pestalozzi-Schule an der Woortstraße.  

16.24 Uhr:Eine rund 250 Kilo schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Buchenplatz entdeckt worden. Einsatzkräfte sind bereits vor Ort. Die Einsatzzentrale ist bereits im Rathaus eingerichtet worden. Alle Anwohner sind aufgefordert,  und die Verwaltung evakuieren derzeit das Quartier im Radius.

Mitarbeiter der Verwaltung gehen jetzt herum durch das Viertel und fordern Leute auf, ihre Wohnung zu verlassen. Es handelt sich nicht um einen Betrugsversuch. Das Viertel wird evakuiert.

Der Kampfmittelräumdienst ist bereits vor Ort. Die Entschärftung der Bombe beginnt, sobald das Viertel geräumt ist.

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