Keramikscherben werden in Olpe aufbewahrt

LWL-Mitarbeiterin Alexandra Ziesché fügt die in Bönen gefundenen Keramikscherben zusammen. Die Funde aus dem Inlogparc, darunter auch Feuersteine und Tierzähne, füllen insgesamt 17 Kartons. ▪
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LWL-Mitarbeiterin Alexandra Ziesché fügt die in Bönen gefundenen Keramikscherben zusammen. Die Funde aus dem Inlogparc, darunter auch Feuersteine und Tierzähne, füllen insgesamt 17 Kartons. ▪

BÖNEN ▪ Ungewöhnlich reichhaltig war der mehr als zwei Jahrtausende alte Fund, den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen (LWL) nahe der Autobahn im Inlogparc gemacht haben (unsere Zeitung berichtete).

Insgesamt 17 Kartons sind notwendig, um die Keramikscherben aus der vorrömischen Eisenzeit (0 bis 800 vor Christus) in der LWL-Außenstelle in Olpe aufzubewahren.

„Das war schon eine ganze Menge für die kleine Fläche. Wir finden selten so viele Teile auf einen Schlag“, erklärte Grabungstechniker Hermann Menne, der im Dezember selbst an der Notbergung der „Schätze“ in Bönen beteiligt war. Darunter seien neben den Scherben auch Tierzähne und ein Feuerstein gewesen. Das alles deutet darauf hin, dass sich im Bereich des heutigen Inlogparcs schon vor mehr als 2000 Jahren Menschen angesiedelt hatten, wie Chef-Archäologe Prof. Dr. Michael Baales berichtet hatte.

Die Scherben werden in Olpe gewaschen, katalogisiert und wie ein Puzzle zusammengefügt, damit daraus wieder Töpfe, Schalen oder andere Gefäße entstehen. Dr. Eva Cichy wird sie anschließend wissenschaftlich untersuchen, um die Entstehungszeit der Stücke genauer einzuordnen und ein Bild vom Leben der Bönener „Ureinwohner“ zu bekommen. „Anhand der Tierzähne kann man vielleicht feststellen, wie sich die Menschen damals ernährt haben“, nennt Hermann Menne ein Beispiel. Zuletzt wandert der Fund in das Magazin des Landschaftsverbandes in Münster. Dass die Stücke in Bönen gezeigt werden, sei unwahrscheinlich, so Eva Cichy. ▪ li

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