Kein Platz im Bahnhof: Gemeinde sucht Räume für Zuflucht.Bönen

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Der Platz im Bönener Bahnhofsgebäude wird anderweitig benötigt.

Bönen – Räume für einen „Treffpunkt der Kulturen“ wird die Gemeinde dem gemeinnützigen Verein Zuflucht.Bönen im ehemaligen Bürgerbüro im Bahnhof künftig nicht zur Verfügung stellen. Die SPD-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag eingereicht. Einstimmig folgten die Ausschussmitglieder dem Vorschlag der Verwaltung, eine andere Immobilie in zentraler Lage zu finden und auszustatten.

Der Verein Zuflucht.Bönen übernimmt seit 2015 in der Gemeinde zahlreiche Aufgaben, um Geflüchteten und Migranten bei der Eingliederung in die Gesellschaft zu helfen. Um die Integration dieser Gruppen voranzubringen, hat der Verein 2018 einen „Treffpunkt der Kulturen“ eingerichtet, der im Bodelschwingh-Haus an der Niemöllerstraße stattfindet. 

Es habe sich gezeigt, so die SPD-Fraktion in ihrem Antrag, dass ein zentraler Ort besser geeignet wäre. Zudem brauche der Verein, der mit seiner ehrenamtlichen Arbeit die Gemeinde spürbar entlaste, dringend eigene Räume. Die SPD-Fraktion hatte das Bahnhofsgebäude als zentrale Begegnungsstätte vorgeschlagen, das auch durch das Gemeindearchiv genutzt wird.

Rathaus braucht Platz im Bahnhof

Das sei nicht möglich, argumentiert die Verwaltung, weil im neuen Rathaus bereits weitere Büroarbeitsplätze benötigt würden, die derzeit als Aktenräume genutzt werden. Die sollen nun ausgelagert werden ins Bahnhofsgebäude. Zudem seien die Kosten für die Renovierung und Ausstattung der Räume im Bahnhofsgebäude nicht nachhaltig vor dem Hintergrund, dass in absehbarer Zeit das Gebäude abgerissen werde für den Umbau zum barrierefreien Bahnhof. 

Stattdessen sei der Citymanager der Gemeinde, Jens Büchting, bereits beauftragt, unter den Leerständen ein geeignetes Objekt zu finden. Finanziert werden sollen die Räume aus den Integrationsmitteln gemäß § 14 c Teilhabe- und Integrationsgesetz. 

Für eine zeitnahe Übergangslösung sei es möglich, die Seniorentagesstätte zu nutzen. Alternativ könnten Mietkosten für eine übergangsweise Anmietung von Räumen von der Gemeinde übernommen werden.

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