Kampf gegen Leerstand in Bönen: Ratsfraktionen fordern "Bestandsbetreuer"

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In dem gemeinsamen Antrag wird unter anderem die Situation in der Fußgängerzone bemängelt.

Bönen - Die Ratsfraktionen der Grünen und der CDU sowie Ratsmitglied Klaus Herbst wollen die Situation von Betrieben in Bönen verbessern und gegen Leerstand in der Gemeinde vorgehen. Dazu soll eine neue Stelle bei der Gemeindeverwaltung geschaffen werden. 

Leerstände bekämpfen, Wohnraum entwickeln, Gewerbe- und Handwerkerbestand pflegen – das sind die Ziele eines gemeinsamen Antrages der Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU und Ratsmitglied Klaus Herbst. Erreicht werden sollen die Vorgaben durch die Schaffung einer neuen Stelle innerhalb der Gemeindeverwaltung.

Hinter der recht sperrigen Bezeichnung „Citymanagement- und Bestandsimmobilienbetreuungstelle“ soll sich nach Vorstellungen der Antragsteller ein breites Aufgabenprofil verbergen.

Wohnungen statt leere Geschäfte

Der neue Mitarbeiter soll sich unter anderem um die Unterstützung kleinerer und mittlerer Gewerbe- und Handwerksbetriebe innerhalb der Gemeinde kümmern, sich um die Ansiedlung neuer Betriebe im Ortskern und in den Ortsteilen bemühen und auch den Leerständen an der Fußgängerzone und der östlichen Bahnhofstraße den Kampf ansagen, etwa durch die Umwidmung leer stehender Geschäfte in Wohnungen.

 „Diesen Aufgabenbereich kann niemand in der Gemeindeverwaltung in Form einer Nebentätigkeit übernehmen. Die Besetzung/Schaffung einer eigenen Stelle ist hier daher notwendig“, schreiben die beiden Fraktionen und Klaus Herbst in ihrem gemeinsamen Antrag. Die Verwaltung solle prüfen, ob und wie dieser Aufgabenbereich in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Kreises realisiert werden kann. Angelehnt ist das Aufgabenprofil an die Stelle des „Bestandsbetreuers“, den es vor einigen Jahren in der Gemeinde gab und dann eingespart wurde. 

Informationen über Förderanträge

"Wir glauben, dass diese Stelle unbedingt neubelebt, reaktiviert, und neubesetzt werden muss“, heißt es in dem Antrag. Die Situation in der Fußgängerzone habe sich immer weiter verschlechtert. Mit der Schaffung von Wohnangeboten, dem Erhalt und der Erweiterung von bestehenden Wohnungen und Betrieben sowie der Unterstützung von Neugründungen soll diese Entwicklung gestoppt werden. 

Der neue „Bestandsbetreuer“ soll auch Ansprechpartner für Unternehmen sein, wenn es um Informationen über Förderprogramme und die Unterstützung bei der Antragsstellung geht. 

Um die Bedeutung des Themas zu betonen, haben sich die Antragsteller zu einer parteiübergreifenden Zusammenarbeit entschieden: „Wir haben diesen Antrag auf den Weg gebracht, um klarzumachen, dass dieses Thema für alle wichtig ist und nicht rein parteispezifisch besetzt wird.“

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