Junge Katze in Bönen misshandelt

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„Ich weiß nicht, wer so etwas macht“, sagt Alexandra Grahn. Sie ist erschüttert. ▪

BÖNEN ▪ „Sir Henry“ war ein anhänglicher und verschmuster Kater. Doch sein Vertrauen, das er auch in fremde Menschen setzte, ist ihm wahrscheinlich zum Verhängnis geworden. An die Rute gepackt, mit unvorstellbarer Gewalt gegen eine Wand geschleudert und achtlos liegen gelassen – Alexandra Grahn befürchtet, ihrem fast zweijährigen Kater könnte genau dieser Horror widerfahren sein.

Beweisen kann sie das aber nicht.

Allerdings sprechen die Verletzungen, mit denen sich „Sir Henry“ am vorletzten Dienstag nach Hause gequält hat, für eine solche Misshandlung. „Die Art der Verletzungen haben mich dazu veranlasst, zu denken, dass jemand sein Unwesen getrieben hat“, erklärt der Bönener Tierarzt Dr. Ralf Thormann seinen Verdacht, räumt aber ein.

Die Katze erlitt in der Nacht von Montag auf Dienstag einen Wirbelsäulenabriss, was bedeutet, dass dem Tier die Rute abgerissen wurde, verlor einen Eckzahn und wies Prellungen an einer Seite des Rumpfes auf.

Nachdem der Kater fünf Tage in der Praxis von Dr. Ralf Thormann verbracht hatte, wurde er am Montag schließlich eingeschläfert. „Das war vor allem für die Kinder schrecklich“, erzählt Alexandra Grahn. Ihr zehnjährige Sohn Jannis hätte das Tier 45 Minuten lang gestreichelt, ehe es eingeschlafen sei.

Danach veranstaltete die Grahns eine Beerdigungsfeier auf dem Hof im Hohlweg, auf dem die Familie lebt. Alexandra Grahn hat bereits den Entschluss gefasst, bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. „Ich will nicht, dass so etwas noch anderen Katzen passiert“, sagt sie entschlossen. Außerdem überlegt sie, demjenigen eine Belohnung zu zahlen, der Hinweise dazu geben kann, wer dem Tier die Misshandlungen zugefügt hat. ▪ rh

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