Bei jedem Wetter im Einsatz: Unterwegs mit dem Bönener Bauhof

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Egal ob Hecke schneiden, Ausbesserungsarbeiten an der Straße oder Müll sammeln - die Mitarbeiter des Bönener Bauhofes sind immer in Aktion.

Bönen – Die Gemeinde von Müll befreien, Straßen reparieren, Hecken schneiden – diese und viele weitere Aufgaben erledigen die Mitarbeiter der Gemeinde Bönen täglich. Besonders bei heißen Temperaturen ist das oft sehr anstrengend. WA-Mitarbeiterin Josiane Speckenwirth hat den Mitarbeitern an einem heißem Tag über die Schulter geschaut.

Halb sieben morgens, die Mitarbeiter des Bauhofs treffen sich im Gemeinschaftsraum und verteilen die Aufgaben für den Tag. Der stellvertretende Bauhofleiter Andreas Nick koordiniert das Ganze: „Burkhard, du gießt heute am Friedhof unten?“ 

Burkhard Schlotmann nickt. Er weiß Bescheid, was zu tun ist. Seit 33 Jahren ist der Mitarbeiter aus der Technikabteilung bei der Gemeinde Bönen tätig: „Als altes Eisen erlebt man hier einiges mit.“ Obwohl er in der Technikabteilung ist, übernimmt Schlotmann auch das Gießen, denn das hat bei der Hitze Priorität: „Wässern ist bei der Witterung unglaublich wichtig. Da muss das Andere mal zurückstehen.“ 

Bei der aktuellen Trockenheit ist das Wässern von Bäumen und Pflanzen eine der wichtigsten Aufgaben.

Kurz nach der Besprechung muss er zunächst den Auftrag elektronisch bestätigen. Vermerkt sind dann Beginn, Ort und Tätigkeit sowie das genutzte Fahrzeug. Dadurch wird der Tagesablauf nachvollziehbar festgehalten. Aber: „Die Vertrauensbasis fehlt dadurch“, findet Schlotmann. 

Wassertank mit 1000 Litern

Trotzdem hält er sich, wie alle Anderen, an diese Vorschrift. Immerhin geht es schnell. Einmal den Pieper über den Code halten und danach fährt er zu seinem Auftrag raus. Dafür steht ein Wagen mit einem Wassertank bereit, der 1 000 Liter fasst. „Das ist eigentlich gar nicht so viel“, erklärt Burkhard Schlotmann. „Jeder Baum braucht ungefähr 100 Liter. Da kann man sich ausrechnen, dass das nicht reicht.“ Zwischendurch geht es deshalb zurück zum Bauhof, um den Tank wieder aufzufüllen. 

Während der Fahrt kann die Klimaanlage im Auto noch ausbleiben, der Wind kühlt etwas. Durch das offene Fenster winkt Schlotmann seinen Kollegen zu, die ihm auf der Strecke begegnen und zu ihren eigenen verschiedenen Aufträgen raus fahren. Generell sind die Aufgaben sehr vielfältig, bestätigt er: „Wir müssen alles können. Der Bauhof ist eigentlich das Mädchen für alles.“ Nach einigen Stunden Arbeit kommt die Frühstückspause um halb elf wie gerufen, denn jetzt macht sich die Hitze deutlich bemerkbar. „Eigentlich haben wir eine tolle Arbeitszeit“, findet Schlotmann deshalb. „Man ist früh fertig.“

Die Arbeit in der Hitze ist schweißtreibend. Aber sie muss gemacht werden.

„Die Grünen“, also die Gärtner des Bauhofes, sehen das ähnlich. Vier von ihnen sollen die Hecke am Spielplatz am Königsholz schneiden und das in der Hitze. „Man muss mit der Witterung arbeiten, nicht dagegen“, weiß Udo Harbach, einer der Gärtner. „Deshalb haben wir das Meiste schon morgens vor der Pause erledigt.“ Die Hecke kürzen, den Schnitt flächig verteilen und dann mit dem Mäher zerkleinern – all das gehört dazu. 

Aber die Gärtner wissen, wie sie ihre Arbeit aufzuteilen haben: „Das ging wirklich im Akkord.“ Um sich mittags vor der Sonne zu schützen, haben sie sich vor der Arbeit ordentlich mit Sonnencreme eingeschmiert. Etwas Abhilfe gegen die Hitze bekommen sie sogar von einer Anwohnerin, die gekühltes Wasser vorbeibringt. Immerhin geht der Arbeitstag noch bis 15 Uhr. „Das sieht nach außen immer so schön aus, aber wir haben hier schon einiges zu tun“, findet Burkhard Schlotmann.

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