"Gegenwehr war sinnlos:" Stiefvater soll Kinder jahrelang sexuell missbraucht haben

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Der Bergkamener muss sich vor dem Landgericht in Dortmund verantworten

Bergkamen/Bönen/Dortmund – Mit der Zeugenaussage des mutmaßlichen Missbrauchsopfers eines mittlerweile 50-jährigen Bergkameners wurde am Dortmunder Landgericht der Prozess gegen den Mann wegen sexuellen Missbrauches von Minderjährigen fortgesetzt. Er soll sich jahrelang an seinen beiden Stieftöchtern vergangen haben. 

Sollten sich die Anschuldigungen der heute 31-jährigen Frau als wahr herausstellen, muss ihr ehemaliger Stiefvater mit einer empfindlichen und sicherlich mehrjährigen Haftstrafe rechnen. Die Belastungszeugin war für ihre mehrstündige Aussage eigens aus ihrer Wahlheimat Österreich angereist, wohin sie mit 16 Jahren zusammen mit ihrer Mutter ausgewandert war. 

Stundenlang schilderte sie, wie die sexuellen Übergriffe des ehemaligen Ehemanns ihrer Mutter im Laufe der Jahre in den wechselnden Familienwohnungen in Bergkamen, Bönen und Dortmund an Intensität zugenommen hätten. 

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Begonnen habe es mit intimen Berührungen, als sie etwa neun Jahre alt gewesen sei. Diese ihr widerlichen Übergriffe hätten sich gesteigert bis zum regelmäßigen Geschlechtsverkehr in unterschiedlichen Varianten. „Es tat weh, ich wollte das nicht, aber ich hatte keine Chance. Gegenwehr war sinnlos“, erinnerte sich die Zeugin an die als ausweglos beschriebene Situation. 

Erst nach rund 20 Jahren erstattete die Frau vor rund drei Jahren Strafanzeige, zusammen mit ihrer Schwester, die laut Anklage ebenfalls Opfer des Bergkameners geworden sein soll. Der Beschuldigte schweigt derzeit zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft.

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