20 Jahre Tanztee: Senioren rocken das Parkett in der Aula

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Landrat-Stellvertreter Martin Wiggermann und Bürgermeister Stephan Rotering (in zweiter Reihe) freuten sich mit dem Seniorenbeirat um Rita Koch (2. von links) und Norbert Kautzok (Mitte) über den Erfolg der 92. Auflage des Seniorentanztees in der MCG-Aula. Für die Tanzmusik sorgte Hans Purucker am Keyboard.

Bönen - Wer glaubt, dass beim Bönener Seniorentanztee nur geschunkelt wird, der wurde am Sonntag eines Besseren belehrt. Der Einladung des Seniorenbeirats waren 160 Tänzerinnen und Tänzer aus der Gemeinde und der Region gefolgt. Entsprechend gut besetzt war die Aula des MCG bei der Sonderausgabe zum 20-jährigen Bestehen der Veranstaltung.

Die war zum runden Geburtstag mit zusätzlichen Attraktionen gespickt. „Wir waren innerhalb weniger Tage ausverkauft“, freute sich Rita Koch, die langjährige Leiterin des Seniorenbeirats. Sie führte wieder einmal souverän durch das Programm der Jubiläumsveranstaltung und fand nebenbei genug Zeit, mit den Ehrengästen und den Senioren zu plaudern, den Service zu koordinieren und die großartige Stimmung zu genießen. 

Bürgermeister Stephan Rotering war wie der stellvertretende Landrat, Martin Wiggermann, einer der Ehrengäste. In seiner Begrüßungsrede lobte der Verwaltungschef die ehrenamtliche Leistung des Seniorenbereirats. Er würdigte die Tanzveranstaltung als großartig und wichtig, die sich auch über die Gemeindegrenzen hinaus herumgesprochen hat. „So etwas kann man nicht hoch genug schätzen“, machte er deutlich. 

Schwungvoll und bestens gelaunt waren die Senioren auf dem Tanzparkett in der Aula unterwegs.

Dabei witzelte der Bürgermeister auch darüber, wie vorausschauend der Beirat organisiert. Die Einladung für die Jubiläumsfeier hatte er nämlich ein Jahr im Voraus erhalten und den Termin natürlich sofort reserviert. 

Der frisch gebrühte Kaffee und die selbst gebackene Torten fanden zwar reißenden Absatz, hielten die gut gelaunten Gäste aber nicht davon ab, von Anfang an in den Gesang des Shanty-Chors aus Bergkamen einzustimmen. Nicht nur Text und Noten des Steigerliedes waren den Anwesenden bestens bekannt. Bis zu den Zugaben konnte sich der Männerchor auf die kräftige stimmliche Unterstützung aus dem Publikum verlassen. 

Als Hanz Purucker am Keyboard anschließend zum Tanz aufspielte, hielt es die Senioren nicht mehr auf den Stühlen. „Ich habe für den Auftritt des Bauchredners vorsichtshalber die Veranstaltung verlängert“, erklärt Rita Koch lachend. Als erfahrene Organisatorin war ihr bewusst, dass die Gäste ihre drei Stunden Musik und Tanz voll ausschöpfen wollen. Dass Bauchredner Michael Walta aus Essen mit seinem neuen Programm so gut beim Publikum ankam, freute sie natürlich sehr. 

Fünfmal jährlich findet der Seniorentanz statt und die Teilnehmer werden immer jünger, weiß Seniorenberater Norbert Kautzok, und der kennt sich aus. Schließlich ist er aktiver Lesebrillen-Autor der Seniorenseite beim Westfälischen Anzeiger. Deshalb ist Kautzok auch mit der Chronik des Tanztees bestens vertraut. 

Das erste Mal fand das Fest im Jahr 1998 statt. Damals war noch die Gemeindeverwaltung als Veranstalter mit im Boot. 150 Besucher waren es damals gleich auf Anhieb, weshalb die Helfer kurzfristig noch Stühle herbeischaffen mussten. Weil die Zahl der Teilnehmer in den folgenden Jahren deutlich stieg, wurde der Umzug in die Aula des Marie-Curie-Gymnasiums nötig. 

Livemusik, die professionelle Organisation und die Lust aufs Tanzen sorgen dafür, dass die Gäste immer jünger werden. „55 Jahre sind die jüngsten Tänzerinnen und Tänzer, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 70 Jahren“, berichtet Rita Koch, die dem Seniorenbeirat seit 2007 vorsteht. 

Dass die gute Stimmung bis zum Ende anhält, kann sie auch aus der Erfahrung berichten. Traditionell endet der Tanztee am Abend mit dem bekannten Lied „Sierra Madre“ von den Schürzenjägern. „Dann gehen die Feuerzeuge an und alle liegen sich in den Armen“, berichtet Koch, während auch die letzten Nachzügler auf das Parkett drängen, um zu flotten Klängen zu tanzen. 

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