Oturak distanziert sich von BIG-Partei

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Der Vorsitzende des Bönener Inegrationsrates, Senay Oturak

Bönen - Nach den Irritationen, die die Einladung von Vertretern der BIG-Partei im Integrationsrat ausgelöst hatte, meldet sich der Vorsitzende Senay Oturak in einer Stellungnahme zu Wort: „Ich distanziere mich von der Partei."

Die Einladung der Vertreter der BIG-Partei (Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit) sei nicht seine Idee gewesen, betont der Vorsitzende des Integrationsrates. Lesen Sie hier mehr zu den Irritationen um die Einladung.

„Die Einladung der BIG Partei erfolgte durch Herrn Turan Karacayir. Am Abend vor der Sitzung schrieb er mich an und fragte, ob er zwei Herren von der BIG auch einladen dürfte. Ich sagte ihm, jeder dürfte jeden einladen. Der Integrationsrat ist nicht meine, sondern unsere Veranstaltung. 

Ich kenne und kannte die Herren nicht. Ich hoffte, dass Herr Karacayir sich in der Sitzung zu Wort meldet und die Angelegenheit klärt." Er habe nicht gewußt, was die BIG ist und habe sich auf die langjährige politische Erfahrung Caracayirs verlassen.  "Das passiert mir nicht nochmal. Zuletzt möchte ich mich entschuldigen für das, was passiert ist."

Das Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG) ist eine 2010 in Köln gegründete deutsche Kleinpartei. Sie ist eine der ersten von Muslimen gegründeten Parteien Deutschlands und beabsichtigt, sich insbesondere für die Interessen von Muslimen und deren gesellschaftliche Integration in Deutschland einzusetzen. Die Partei wird von verschiedenen Beobachtern als Ableger der von Recep Tayyip Erdoğan angeführten türkischen Regierungspartei AKP eingeschätzt.

Oturak bezieht außerdem zum zweiten Thema des Treffens Stellung. Es ging dabei um eine mögliche Städtepartnerschaft Bönens zu einer türkischen Stadt. In der Sitzung wurde festgestellt, dass eine solche Partnerschaft aufgrund der finanziellen Situation der Gemeinde zurzeit ausgeschlossen sei. Der Integrationsratsvorsitzende sieht dies aber offenbar anders:  "Wenn der Grund finanziell ist, dann wundere ich mich, wieso die CDU-Jugend an der Skaterbahn eine Unterstellanlage bekam, die jetzt Drogenabhängigen und Alkoholikern Unterschlupf bietet. Ich denke schon, dass Bönen mit circa 3000 Bürgern türkischer Herkunft auch etwas verdient hat, womit sie sich identifizieren.“

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