Impfungen für vorerkrankte Menschen

Insgesamt 146 Personen am Samstag in der Goethesporthalle geimpft

wartende Menschen in der Goethesporthalle Bönen
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Nach dem Pieks nahmen die Geimpften noch kurz im Ruhebereich der Goethesporthalle Platz.

Bönen – Die Sporthalle der Goetheschule war am Samstag ein Ort der Hoffnung für viele Vorerkrankte: Dort konnten sie sich mit dem BionTech-Pfizer Serum gegen Covid 19 impfen lassen. Dank der guten Organisation wurden nicht nur die 126 auf der Liste stehenden Patienten geimpft, auch die Reserve-Liste zog. Insgesamt 20 weitere Personen von der Reserveliste wurden angerufen und versorgt, sodass kein Serum übrig blieb.

Ulrike Driftmeier, die im Rathaus im Bereich Schule, Sport und Kultur arbeitet, hatte mit ihren Mitstreitern alles perfekt vorbereitet: Im Erdgeschoss wurde die Begrüßung mit Datenabgleich vorgenommen, dann führte der Weg ins Untergeschoss in die Turnhalle. Dort fand eine weitere Überprüfung statt, bei der die Teilnehmer auch gleich den Termin für ihre Zweitimpfung erhielten. Schließlich wurde geimpft, und nach einer Erholungspause im Wartebereich und der Abmeldung konnten die Geimpften schließlich heimkehren.

Ulrike Driftmeier von der Verwaltung Bönen hatte mit ihren Kollegen den Termin in der Sporthalle der Goetheschule perfekt vorbereitet.

Driftmeier sagte, sie freue sich, dass das Impfen langsam richtig Fahrt aufnehme. Auch Hannah Rüschenbaum, die in der Turnhalle die Personalien überprüfte, bemerkte die Freude und Erleichterung der Bürger: „Wirklich alle sind nett und freundlich“, erklärte Rüschenbaum. Ebenso wie den Mitarbeitern erging es auch den Geimpften selbst, als sie sich nach dem Pieks im Wartebereich befanden. Michael Tuchel sagte, er habe sich sofort gefreut, als er wusste, dass es nun auch für ihn und seine Frau wirklich losgeht. Gattin Petra erklärte, sie freue sich auch schon auf die Zweitimpfung in vier Wochen.

„Dann leben wir einfach sicherer“, so Petra Tuchel. Sie bedauere es nur, dass es bisher mit der Impfung ihres Sohnes nicht geklappt habe: „Der sollte eigentlich schon mit Astrazeneca geimpft werden, aber einen Tag vor seinem Termin kam die Absage“, so die Mutter. Sie selbst hätten auch schon eine kleine Odyssee hinter sich. „Zuerst haben wir uns angemeldet und einen Termin bekommen“, so Petra Tuchel. Dann habe sie jedoch die Absage erreicht, da sie nicht alt genug wären. Umso größer sei nun die Freude. Impfreaktionen zeigte an diesem Tag übrigens niemand.

Petra Tuchel gehörte zu den Glücklichen, die am Samstag an der Reihe waren, und war sehr erleichtert.

„Mir geht es sehr gut“, freute sich Detlef Boettcher nach der Impfung. Der an Krebs erkrankte Bönener, der nur noch einen Lungenflügel hat, war besonders vom nun hohen Tempo überrascht: „Meine Frau hatte sich direkt nach dem Aufruf an Vorerkrankte im Kreis Unna um einen Termin bemüht“, so Boettcher. Drei Tage vor dem Impftermin habe er schließlich eine E-Mail mit dem Termin erhalten. „Ich bin froh, dass es nun so schnell ging“, so Boettcher. Noch am gleichen Abend wolle der Bauleiter wieder zur Arbeit. „Unser Unternehmen arbeitet für die Bahn und da freue ich mich, nachher sicherer nach Frankfurt fahren zu können.“

Jörg-Andreas Otte, Fachbereichsleiter bei der Gemeinde Bönen, freute sich abends über den gelungenen Termin: „Als die Reserveliste zog, haben wir die Leute sofort angerufen, und um 20 Uhr war das letzte Serum geimpft“, so Otte. Der reibungslose Ablauf, wie die Tatsache, dass keine Impfreaktionen erfolgt seien, mache diesen Tag für ihn und seine Mitarbeiter zu einem sehr gelungenen Tag.

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