Raser im Kreis Unna: Deutlich mehr Fahrverbote

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Im Kreis Unna wurden wegen Überschreitung der Geschwindigkeit 2019 mehr Fahrverbote ausgestellt.

Kreis Unna - Auf dem Westenhellweg in Bergkamen gilt an heiklen Stellen ein Tempolimit von 70 Kilometern pro Stunde. Im vergangenen Jahr ist dort ein Autofahrer mehr als doppelt so schnell unterwegs gewesen. Mit 142 Kilometern pro Stunde auf dem Tacho wurde er geblitzt. Es war eine der höchsten Geschwindigkeitsüberschreitungen im gesamten Kreisgebiet in 2019. Auch in Bönen war ein Autofahrer viel zu schnell unterwegs.

Insgesamt verhängte der Kreis im vergangenen Jahr 6879 Fahrverbote gegen Raser und Drängler – rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das macht die Straßenverkehrsbehörde des Kreises nicht ohne Grund: „Bei zwei Dritteln aller Unfälle werden Menschen verletzt, weil das Tempolimit nicht eingehalten wird. Und da setzen wir an“, erklärt Sachgebietsleiter Christian Bornemann. Wir wollen mit unserer Überwachung das Geschwindigkeitsniveau senken und so präventiv Unfällen vorbeugen.“ 

137 km/h am Röhrberg in Bönen

Dass täglich auch auf den Straßen im Kreis Unna unverantwortlich schnell gefahren wird, zeigt ein Blick in die Statistik der Behörde: Die größte Überschreitung wurde 2019 erneut auf der Ruhrtalstraße in Schwerte (im Übrigen wie schon 2018, 2017 und 2016) gemessen. Dieses Mal mit 130 Stundenkilometern (2018: 139 km/h) gemessen. An dieser Stelle ist Tempo 50 erlaubt. Der ertappte Verkehrssünder war also 80 Stundenkilometer zu schnell unterwegs. 

Damit ist er leider nicht allein: Jeweils um mehr als das Doppelte überschritten gleich mehrere Verkehrsteilnehmer im Kreisgebiet die zulässige Höchstgeschwindigkeit – unter anderem auf der Unnaer Straße in Fröndenberg/Ruhr, wo ein Fahrer mit 103 bei zulässigen 50 km/h geblitzt wurde. In Bönen wurde ein Autofahrer auf der Straße Röhrberg mit 137 km/h statt der erlaubten 70 km/h gemessen.

Über 200000 Ordnungswidrigkeiten

Wie häufig Verkehrsregeln übertreten werden, macht die Gesamtzahl der von Kreis-Mitarbeitern bearbeiteten Ordnungswidrigkeiten klar: Sie lag im vergangenen Jahr bei 201 609 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (2018: 157 130) um knapp 30 Prozent gestiegen. Rund 112 000 dieser Verstöße wurden 2019 durch die „Starenkästen“ (48 789) und die mobile Geschwindigkeitsüberwachung (63 219) des Kreises registriert. 

Beim Kreis werden darüber hinaus die Verfahren der Temposünder bearbeitet, die die Polizei erwischt hat. Rund 65 000 Fälle wurden übrigens von der Autobahnpolizei zur Bearbeitung an den Kreis weitergegeben, die mit einem Messanhänger das Fahrverhalten in den zahlreichen gefährlichen Baustellenbereichen genau unter die Lupe genommen hatte. In den kreiseigenen Fahrzeugen zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung leisteten die Mitarbeitenden im vergangenen Jahr 9845 (2018: 8615) Einsatzstunden an 346 (2018: 346) Einsatztagen.

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