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Anwohner informieren sich über Pläne für den Bahnhofstraßen-Ausbau

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Von: Sabine Pinger

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Ab 2023 soll die östliche Bahnhofstraße in Bönen saniert und ausgebaut werden.
Die Bahnhofstraße in Bönen soll für alle Verkehrsteilnehmer sicherer werden. Der Ausbau soll 2023 beginnen. © Robert Szkudlarek

Nächstes Jahr soll es losgehen mit dem Ausbau der östlichen Bahnhofstraße. Vorgesehen ist, zunächst den Abschnitt vom Bockeldamm bis zur Rhynerner Straße in Angriff zu nehmen. Was genau dort geplant ist, erfuhren am späten Mittwochnachmittag zwölf Zuhörer in einer Informationsveranstaltung im Ratssaal im Rathaus.

Der Termin sei dazu gedacht, die Anregungen, Sorgen und Bedenken der Anlieger aufzunehmen und in der Planung zu berücksichtigen, erklärte Robert Eisler von der Gemeindeverwaltung. Die wichtigste Frage beantwortete der Fachbereichsleiter dabei gleich zu Beginn, nämlich die nach den Straßenbaubeiträgen. „Mittlerweile können wir als Kommune dafür eine 100-prozentige Förderung beim Land beantragen. Wir werden Sie mit den Kosten also nicht behelligen müssen“, erklärte er.

Gegen die Entwürfe, die Frank Rode vom Ingenieurbüro M+O Rhein-Ruhr, anschließend vorstellte, hatten die Anwohner keine Einwände. Demnach soll die marode Fahrbahndecke komplett saniert, die Straßenentwässerung zum Teil ertüchtigt und in Höhe der Hausnummer 329 der Kanal erneuert werden. Zwischen dem Bockeldamm und der Straße Auf Vorwigs Hof soll Bönens Hauptverkehrsader auf beiden Seiten neben dem Gehweg einen Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn bekommen. „Der steht im Begegnungsfall den Fahrzeugen zum Ausweichen zur Verfügung“, erläuterte der Ingenieur. Immerhin wird die Fahrbahn in diesem Bereich mit 4,50 Meter schmaler als bisher.

Schutzstreifen für Radfahrer

Der Schutzstreifen wird farblich markiert, hat aber keinen Höhenunterschied zur Straße. Auf der Südseite soll er bereits ab der Einmündung zur Straße Alter Kamp in einen Radweg überführt werden, auf der Nordseite erst etwas später. Gegenüber, auf Höhe der Hellwegschule, soll zudem ein Parkstreifen für zehn Pkw angelegt werden. Der kann von Eltern genutzt werden, die ihre Kinder zur Schule bringen, soll aber gleichfalls den Anwohnern und ihren Besuchern zur Verfügung stehen.

Im weiteren Verlauf, ab Autohaus Garske, sind beidseitig kombinierte Geh- und Radwege mit einer Breite von 2,50 Meter vorgesehen, die in die Landstraße münden. Die Pfosten, die momentan den Fußweg von der Fahrbahn trennen, werden entfernt. Die Fahrbahnbreite wird dort nach dem Ausbau statt 7,55 Meter nur noch 6,50 Meter betragen. Das, so hoffen die Planer, soll unter anderem dazu beitragen, dass weniger Autofahrer in diesem Bereich die Höchstgeschwindigkeit überschreiten.

Ein dauerhaftes Limit von 30 Kilometern pro Stunde in diesem Bereich schließen sie aus rechtlichen Gründen aus. Eventuell, das müsse geklärt werden, ließe sich hier aufgrund der starken Straßenschäden begrenzt bis zum Ausbau eine Tempo-30-Regel erreichen.

Die Grundstückseinfahrten sollen beim Umbau gepflastert werden, mit Ausnahme der zur Tankstelle und zum Autohaus. „Aufgrund der starken Frequenz sollte dort lieber Asphalt aufgebracht werden“, merkte Rode an.

Mehr Grün für die Optik

Um die Radfahrer und Fußgänger zu schützen, wird der Bordstein erhöht, zudem soll ein Sicherheitsstreifen von 75 Zentimetern zwischen Bordsteinkante und Fahrbahn zusätzlichen Schutz insbesondere beim Ausweichen bieten. Diesen Streifen wollten die Ingenieure mit weißer Farbe kenntlich machen. „Lässt sich der Sicherheitsstreifen nicht begrünen?“, kam stattdessen eine Frage aus dem Publikum.

Allerdings zielte die nicht etwa auf Klimaschutz oder das Aufbrechen von versiegelten Flächen ab, sondern rein auf die Optik. Deshalb folgte auch direkt die nächste Frage seitens der Nachbarn, wer einen möglichen Grünstreifen dann pflegen würde. „Nicht, dass das dann unordentlich aussieht“, war die Befürchtung. Stein und Rode nahmen jedenfalls die Idee auf, statt weißer Farbe Rasengitter oder Pflastersteine für den Sicherheitsstreifen vorzusehen.

Glasfaser vorgesehen

Interesse haben die Anwohner an Glasfaser – wie die meisten „unterversorgten“ Bönener. „Wir werden natürlich die Voraussetzungen dafür schaffen. Entweder wird Glasfaser sofort mit verlegt – im besten Fall –, sonst zumindest Leerrohre“, versprach Robert Eisler. Das hänge von den Telekommunikationsanbietern ab.

Auch die anderen Fragen der Teilnehmer bezogen sich eher auf Details, zum Beispiel zu den eigenen Ausfahrten, zu Parkflächen und Bauzeiten. Die Fachleute versicherten den Anliegern, dass sie in der Bauphase jeweils rechtzeitig informiert werden, falls ihre Grundstückszufahrten kurzfristig nicht erreichbar werden. „Es ist aber so, dass Sie teils unter Baustellenbedingungen auf Ihre Grundstücke fahren müssen“, warnte Frank Rode die Anlieger vor. Insgesamt rechnet er mit einer Bauzeit von maximal 15 Monaten.

„Bevor wir mit der Umsetzung beginnen, werden wir Sie noch einmal informieren“, schloss Eisler die Versammlung.

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