Coronavirus im Kreis Unna

Lange Schlangen bei Ikea-Eröffnung in Kamen

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Ikea

Kamen – Niemand musste aus dem Smaland abgeholt werden, denn das hatte noch zu. Doch am Mittwoch öffnete Ikea in Kamen wieder seine Pforten. Zwei Tage später als nach Erlass der Landesregierung wieder erlaubt gewesen wäre.

Laut Marktleiterin Jutta Iskalla die richtige Entscheidung, um für eine gute Koordination der Kundenströme zu sorgen. „Wir sind zufrieden“, bilanzierte sie am Nachmittag.

Die Schlange vor dem Eingang war schon am Morgen lang. Bis zu 200 Meter schätzte Iskalla. Allerdings sollten die Kunden auch auf dem Gelände des schwedischen Möbelunternehmen den in Corona-Zeiten obligatorischen Sicherheitsabstand einhalten, wodurch die Menschenmenge entzerrt wurde. An den Türen wurden die Kunden langsam hineingelassen, um Knäuel im Laden möglichst zu vermeiden, wie Iskalla erklärte. 

Deshalb war zudem die Zahl der Personen, die gleichzeitig einkaufen durften erheblich reduziert worden. Maximal 560 Kunden zeitgleich hieß die interne Vorgabe. Etwa 1000 wären nach Iskalla anhand der von der Regierung vorgegebenen Abstandsregel möglich gewesen. Jeder bekam eine auf einem Schneidbrett notierte Zahl zugewiesen. „Wir haben unter den Nummern auch einen Einkaufsgutschein verlost“, berichtet Iskalla von einem Willkommensgeschenk.

IKEA eröffnet wieder nach dem Corona-Lockdown

Sicherheitsdienst, Mundschutz und Hausdurchsagen

Aufkleber, Anhänger und Fahnen im Laden – stilecht im Ikea-gelb – wiesen auf den 1,5 Meter Abstand hin. Hausdurchsagen erinnerten die Kunden an die Sicherheitsmaßnahmen gegen das Virus. Die Mitarbeiter trugen Mundschutz oder Kappen mit Plexiglas-Scheibe vor dem Gesicht. „Das Arbeiten ist etwas anders, als wir es gewohnt sind. Aber wir freuen uns, wieder den alten Alltag zu haben“, so die Marktleiterin. Das Ordnungsamt, dass am Morgen vorbeischaute, sei ihren Angaben zufolge zufrieden gewesen. „Alles wird regelmäßig desinfiziert, inklusive der Einkaufswagen“, betonte Iskalla. Einen Sicherheitsdienst hatte die Möbelkette ebenfalls engagiert.

Zwei Tage mehr Zeit haben sich gelohnt

Ikea die zusätzlichen zwei Tage Vorlauf genutzt, um sich professionell auf die Wiedereröffnung vorzubereiten. „Das brauchten wir auch“, sagte sie zu den Vorbereitungsmaßnahmen. Dazu sei „ganz viel“ kommuniziert worden. Im Vorfeld mit den Mitarbeitern, und im Laden immer wieder mit den Kunden, die die Maßnahmen wohlwollend aufgenommen hätten. Auch dass das Restaurant, die Spielmöglichkeiten und die Kinderbetreuung im Smaland geschlossen hatten, stieß auf Verständnis.

Köttbullar - die schwedischen Fleischbällchen gehören zum Ikea-Besuch wie sonst nur Duftkerzen oder Hotdogs. Das Möbelhaus will aber nun in der Corona-Pandemie die Revolution und ändert das beliebte Rezept - zunächst einmal in Kamen.

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