Wackliges Tor und viele Löcher: Ärger über Zustand der Hundewiese

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Hundebesitzer Thomas Berleth zeigt das wacklige Tor.

Bönen – Mitten in Bönen, an der Poststraße unweit des Bahnhofs liegt eine gar umzäunte Wiese. „Das ist ein schöner Platz mit einem großen Auslauf. Da können sich die Hunde richtig austoben“, sagt Andrea Höfener-Feuerbaum über die einzige Hundewiese in der Gemeinde. Ihre Freude wird getrübt, weil die Fläche reichlich ungepflegt daherkommt, die Zäune Lücken aufweisen und das Tor kaputt ist.

Zum Ortstermin hat sich eine fünfköpfige Gruppe versammelt: Auch Thomas Berleth, Renate Scheitweiler, Eva See und Werner Gerdes wollen ihren Unmut über den Zustand der Wiese Luft machen und die Gemeinde in die Pflicht nehmen.

Es handelt sich nicht um große Baustellen, doch im Verlauf der Zeit – die Hundewiese besteht seit 2009, als der Schützenverein Altenbögge das Grundstück aufgab – haben sich kleine Ärgernisse summiert.

Das Eingangstor wackelt

Das beginnt beim Eingangstor: Seitlich zur Straße verläuft ein Baustellenzaun. Der Zugang zur Wiese wird dort durch ein loses Element geregelt. Vor ein paar Wochen war die Befestigung kaputt, das Zaunstück neigte sich fast komplett zur Seite. Die Hundebesitzer haben es mit schwarzen Kotbeuteln provisorisch geflickt, die Gemeinde brachte später Kabelbinder an.

Locker hängt das Tor aber trotzdem in seiner Verankerung. Für Frauen oder ältere Menschen sei es zudem recht schwer, gibt Höfener-Feuerbaum zu Bedenken. Zudem ist am Eingang eine hohe Kante entstanden. Mit dem Vierbeiner in der Hand ist da schnell ein falscher Schritt gesetzt. Renate Scheitweiler beispielsweise knickte jüngst schmerzhaft um.

Umgefallener Jägerzaun und Löcher im Maschendraht

Die Mängel an der Hundewiese sind vielfältig. Zur Straße hin schließt der Maschendraht nicht mehr bündig zum Boden, sodass kleinere Hunde ausbüchsen und auf die Poststraße laufen können. Hinten steht ein Jägerzaun so schräg, dass er größeren Vierbeinern eher als Rampe denn als Begrenzung dient. Und dann sind tiefe Löcher auf dem Grün zu finden.

„Die Bauhofmitarbeiter haben anfangs die von den Hunden selbst gebuddelten Löcher verschlossen. Da aber ständig Löcher wieder auf- beziehungsweise neugebuddelt werden, ist es nicht leistbar, stets nachzuarbeiten“, teilt Stephan Stein von der Gemeinde mit. Die Gruppe äußert Skepsis, dass alle Löcher tatsächlich von Hunde stammen.

Nun ist es nicht so, dass die fünf zum Pressegespräch erschienenen Bürger der Gemeinde den alleinigen schwarzen Peter zuschieben möchten. „Schwarze Schafe gibt es auch hier“, erklärt Scheitweiler, die sich über nicht eingesammelte Hundehaufen und Ähnliches ärgert. Sachbearbeiter Stein erklärt wiederum, dass Löcher am Zaun bei einer Meldung durch die Nutzer sofort geschlossen würden, zuletzt aber nichts vorgelegen habe. Die Wiese werde gemäht. Nach dem Empfinden der Hundebesitzer allerdings zu selten.

Andrea Höfener-Feuerbaum deutet auf die Lücken im Maschendrahtzaun.

Bauliche Nutzung seit jeder in der Planung

Für die Verwaltung ist der Hundeplatz jedoch ein Provisorium, das „mit möglichst wenig Aufwand erstellt werden sollte“, so Stein. Deshalb würden aus Kostengründen nur Beschädigungen repariert und nicht in den Zaunbestand investiert. „Bereits seit Aufgabe der Wiese durch den Schützenverein bestehen planerische Überlegungen, die Fläche im Hinblick auf eine bauliche Nutzung zu entwickeln“, erläutert der Sachbearbeiter.

Großes erwarten auch die Nutzer nicht, mit Blick auf ihre Hundesteuer haben sie aber doch ihre Wünsche: eine nur halb so große, einfach handhabbare Tür, die vernünftig schließt, eine Reparatur des Jäger- und des Maschendrahtzauns, das Zuschütten der Löcher sowie etwas mehr Pflege des Platzes allgemein. In Kamen und Umgebung sei Letzteres der Fall, meint Scheitweiler. „Wir wissen, wir haben keinen Anspruch darauf, aber es wäre mal eine nette Geste, etwas für die Hunde zu tun“, findet Höfener-Feuerbaum.

Gemeinde sieht keine Alternativen

Und am liebsten hätten die Vierbeinerfans die Wiese „für immer“, sagt Eva See – „oder eine Alternative“, wo sich Hunde treffen und toben können. Stein sieht da wenig Möglichkeiten, denn eine nach Beschaffenheit, Erreichbarkeit und Größe geeignete Fläche in Bönen „gab und gibt es nicht“. Die Gruppe dagegen mag das nicht glauben, bringt das Zechenturmgelände oder Raum entlang an der Bahn ins Spiel.

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