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Hunderte Bönener stehen in der Menschenkette und besuchen den Jukiday

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Von: Jan-Niklas Dalley

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Rettungskette Fußgängerzone Bönen
Über 500 Menschen fanden sich in der Bönener Fußgängerzone und entlang der Bahnhofstraße ein, um eine Menschenkette zu bilden. © Jan-Niklas Dalley

Ein bunter Lindwurm zog sich am Samstagmittag quer durch die Gemeinde entlang der Bahnhofstraße. Groß und Klein reihten sich auf - oft mit Luftballons und Plakaten - , um in der Rettungskette ein Zeichen zu setzen. Danach hieß es für viele Familien: Endlich mal wieder gemeinsam Spaß haben auf dem Jukiday am MCG. Das I-Tüpfelchen: Das Wetter spielte hervorragend mit.

Bönen - Schulen, Vereine und Familien – viele Bönener setzten am Samstagmittag mit einer Menschenkette ein Zeichen gegen das Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer und beteiligten sich so an einer bundesweiten Aktion zur Bekämpfung der Fluchtursachen.

Menschenkette an der Bahnhofstraße
Überall an der Bahnhofstraße hatten sich am Samstag um 12 Uhr Gruppen zur Menschenkette zusammengefunden. © Jan-Niklas Dalley

Auf dem Gehweg der Bahnhofsstraße schlängelte sich hierfür eine große Menschenkette quer durch die Gemeinde mit Bannern und bunten Luftballons. „Heute haben wir ein Zeichen für Menschenrechte gesetzt“, sagte Deniz Werth, die die Planung der Aktion in Bönen übernommen hatte und während der halbstündigen Aktion mit dem Megaphon an der Kette entlangradelte.

Drei Mädchen mit Waffeln
Zwischen den Spielen musste eine Stärkung sein. Neben leckeren Waffeln gab es Popcorn, Zuckerwatte und Bratwürstchen. © Jan-Niklas Dalley

Unter Einhaltung der Abstands- und 3G-Regeln beteiligten sich viele größere Gruppen an der Veranstaltung. Einige Teilnehmer hatten auch Schilder mitgebracht, auf denen zu lesen war „Bönen ist bunt“, „Rettungskette für Menschenrechte“ oder „Kinder haben Rechte“. Der längste Teil der Menschenkette erstreckte sich von der Mitte der Fußgängerzone bis zum Jugendzentrum Go in. Auf diesem Abschnitt beteiligten sich etwa 250 Personen an der Aktion.

Auf Höhe des Markplatzes und im oberen Teil der Bahnhofstraße gab es ebenfalls kleinere Menschenketten. Organisatorin Deniz Werth geht von insgesamt weit mehr als 500 Teilnehmern aus.  Damit kann die Bönener Ratsfrau zufrieden sein. Im benachbarten Unna hatten nach Rückmeldung des dortigen Organisationsteams rund 400 Menschen an der Rettungskette teilgenommen.

Nach der 30-minütigen Aktion, zog es viele Familien zum Schulzentrum. Denn beim anschließenden Jugend- und Kindertag - kurz Jukiday - konnten die jüngsten Bönener viel erleben. Die Kinder tobten auf Hüpfburgen oder wurden mit Stift und Pinsel kreativ. Bei Wurf- und Geschicklichkeitsspielen stellten sie ihr Geschick auf die Probe, beim Schach war taktisches Können gefragt und das Musikkarussell lud zum Trommeln ein. Zwischendurch legten die Kinder eine Pause ein und stärkten sie sich mit Zuckerwatte, Popcorn, Waffeln oder Bratwurst.

zwei Mädchen beim Eierlauf
Volle Konzentration beim Eierlauf. © Jan-Niklas Dalley

Angela Bräuer, Leiterin des Jugendzentrums Go in, war mehr als zufrieden mit dem Jukiday: „Es ist super gelungen. Ein Kommentar eines Vaters brachte es auf den Punkt: „Ich kann mich nicht erinnern, dass es mal ein so tolles Fest für Kinder in Bönen gab.“ Besonders lobte Bräuer die gute Zusammenarbeit im neu entstandenen Arbeitskreis, der das Fest geplant hatte. Über 15 Vereine und Institutionen beteiligten sich am Rahmenprogramm.

Menschen spielen ein Brettspiel
An den Spielen hatten Kinder und Erwachsene Spaß. © Jan-Niklas Dalley

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