Helinet verlängert Nachfragebündelung in Bönen

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Helinet-Prokurist Matthias Pomplun warb bei der BIG-Messe „Bönen kann was“ für den Vertragsabschluss.

Bönen - Die Helinet hat ihr Ziel bis zum Stichtag 30. April nicht erreicht. Trotz massiver Werbung hat der Telekommunikationsanbieter bisher nur knapp 20 Prozent aller potenzieller Nutzer in Bönen mit seinem Glasfaser-Angebot überzeugt. Erst bei 40 Prozent der möglichen Vertragsabschlüsse ist das 10 Millionen Euro schwere Projekt für das Unternehmen aber wirtschaftlich. Deshalb gibt es jetzt eine Verlängerung.

„In Absprache mit den GSW und der Gemeindeverwaltung haben wir uns entschieden, die Nachfragebündelung um acht Wochen zu verlängern“, erklärt der Geschäftsführer der Helinet, Ralf Schütte. Die Frist endet am 30. Juni.

Bürgermeister Stephan Rotering begrüßt diese Verlängerung. Er wirbt in einem Schreiben für das Projekt. „Die Glasfaser bietet faktisch unendlich hohe Datenübertragungsraten und ist das Medium der Zukunft. Auch mittels eines neuen Glasfasernetzes können wir unseren Wohn-, Arbeits- und Bildungsstandort sichern und unsere Gemeinde zukunftssicher machen“, heißt es in dem Brief, der in den kommenden Tagen an alle Haushalte verteilt werden soll. 

Netz von anderen Anbietern nutzbar

Post bekommen sollen die Bönener außerdem von der Helinet, die in ihrer Zeitschrift „City2020“ die Vorteile eines flächendeckenden Glasfasernetzes beschreibt. Dieses Netz soll das bisherige Kupfernetz in Bönen ablösen. Entstehen soll demnach eine neue, leistungsstarke Netzinfrastruktur, die nicht nur die Helinet nutzen kann. Nachdem sich der Ausbau für die Helinet gerechnet hat – geschätzt nach circa drei bis vier Jahren –, könnten etwa andere Anbieter auf dem Glasfasernetz der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen Produkte anbieten. Für die Bürger würde das sogar eine größere Auswahl unter den Telekommunikationstarifen bedeuten, gibt die Helinet an. Jedoch soll die teure Infrastruktur FTTH (Glasfaser bis ins Haus) nur einmal für alle Diensteanbieter verlegt werden. 

 „Ich denke nicht, dass andere Anbieter in naher Zukunft ein reines Glasfasernetz in der Gemeinde bauen werden. Das wäre sowohl betriebs-, aber insbesondere volkswirtschaftlich nicht zu vertreten“, sagt Ralf Schütte. Die Helinet und die GSW würden es hingegen als ihre ureigene Infrastrukturaufgabe ansehen, Gemeinden wie Bönen mittels Glasfaser zu stärken.

Um weitere Verträge abzuschließen, stehen die Mitarbeiter des Telekommunikationsunternehmens weiterhin im Infoshop auf dem Parkplatz in der Gemeindemitte für Gespräche zur Verfügung, montags bis freitags von 11 bis 18.30 Uhr, samstags von 9 bis 13 Uhr.

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