Nach Hitzeproblem neue heiße Fragen an Helinet

Preisnachlass für Netzstörung in Nordbögge: Wer bekommt ihn und nach welchem Prinzip?

Wenn die Quecksilbersäule auf die 30 Grad-Marke zusteuert, steigt im Verteilerkasten die Technik aus. Daniel Schumacher hat das Problem im Juni öffentlich gemacht.
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Wenn die Quecksilbersäule auf die 30 Grad-Marke zusteuert, steigt im Verteilerkasten die Technik aus. Daniel Schumacher hat das Problem im Juni öffentlich gemacht.

Den heißlaufenden Verteilerkasten in Nordbögge will die Helinet GmbH mit Technik kühlen. Für die erhitzten Gemüter dort wird sie sich noch etwas einfallen lassen müssen:

Bönen – Mit dem Einbau des Kühlgerätes in den sommertags heißlaufenden Kabelverzweiger wird die Helinet GmbH weder die Probleme mit mäßigen Internetanschlüssen technisch gelöst noch die Debatte darüber beendet haben. Im Gegenteil: Nach den Bauteilen in dem seit Jahren bekannten Pannenkasten Ecke Hammer Straße/Hubertstraße erhitzen sich als Nächstes die Gemüter im Ortsteil. Bei der gewählten Vertreterin der 1400 Einwohner, Ortsvorsteherin und Ratsfrau Doris Cyplik (CDU), ist der Geduldsfaden jedenfalls gerade gerissen.

Ortsvorsteherin Doris Cyplik reicht‘s jetzt

Den letzten Ausschlag gab unsere Berichterstattung in der Mittwoch-Ausgabe. Die spiegelte nicht nur wider, dass sich selbst Bürgermeister Stephan Rotering (parteilos) am Montag, wie auch der Beschwerdeführer Daniel Schumacher, gute sechs Wochen nach ihren Eingaben bei Helinet-Geschäftsführer Dr. Thomas Vollert von sich aus erkundigen musste, wie es denn um die – dann eilig erteilte – Auskunft steht. Das führte Cyplik auch vor Augen, dass sie trotz mehrfacher Intervention bei dem Unternehmen dabei schlicht übergangen wurde.

Versprochene Auskunft kam nicht

„Ich habe am Freitag noch bei Herrn Pomplun gefragt, wie es bei der Lösung der Probleme weitergeht“, empörte sich Cyplik nun im Gespräch mit der Redaktion. Da habe der Helinet-Mitarbeiter für den Netzausbau versichert, „dass er am Montag mit Herrn Dr. Vollert spricht und ich dann gleich eine Auskunft bekomme. Aber da kam ja nichts.“

Unterstützung aus dem Rathaus vermisst

Die Bürgervertreterin wurmt, dass es nun so aussehen könnte, dass sie sich gar nicht um die ihr angetragenen Beschwerden der Nordbögger gekümmert habe. „Und ich erwarte eigentlich auch, dass ich in der Funktion als Ortsvorsteherin in diese Kommunikation einbezogen werde.“ Erst recht, nachdem sie den zeitweisen Ausfall von Online- und Telefonanschlüssen schon Mitte Juni im Haupt- und Finanzausschuss thematisiert habe. „Da hieß es von der Verwaltung noch, ,uns ist da nichts bekannt’.“ Ohnehin vermisse sie in dem Punkt Unterstützung aus dem Rathaus.

Wie steht es denn nun mit dem Preisnachlass?

Des Weiteren stellt nun die Ortsvorsteherin – quasi im Namen aller betroffenen Helinet-Kunden – öffentlich die Frage, wie es sich denn mit dem Preisnachlass verhält, den Daniel Schumacher nach eigenen Angaben erfahren hat. Ihm ist demnach in den vergangenen zwei Monaten nicht der volle Monatsbetrag abgebucht worden. Er fragt sich, wie nun auch Doris Cyplik, ob er allein diese Kulanz erfahren hat oder auch andere Kunden – und nach welchen Kriterien. Die Frage hat der WA der Helinet schon am Dienstag gleich gestellt, die Antwort steht noch aus.

Zugesagte Anschlussleistung nicht erreicht

Antworten erwarten Cyplik und die Nordbögger Kunden des Providers auch noch auf eine andere Frage, die unabhängig vom Thermometerstand immer wieder aufkommt: Was will das Telekommunikationsunternehmen tun, um die teils eklatanten Leitungsverluste im Verteilnetz zu beseitigen? „Uns ist damals vollmundig versprochen worden, wir bekämen mindestens 16 Mbit-Anschlüsse“, klagt Cyplik. „Was haben wir bekommen? 8 Mbit.“ Nun sagt sie: „Eigentlich müsste ich einfach die Rechnung um die Hälfte kürzen.“

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