Haus Böinghoff unterstützt Projekt Fairtrade-Town

Fairtrade-Town Bönen: Katja Lohmann (Mitte) unterschreibt den Vertrag für die Teilnahme am Fairtrade Projekt im Beisein von Daniela Heil und Torben Stasch.
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Fairtrade-Town Bönen: Katja Lohmann (Mitte) unterschreibt den Vertrag für die Teilnahme am Fairtrade Projekt im Beisein von Daniela Heil und Torben Stasch.

Bönen - Einen weiteren Schritt auf dem Weg zur „Fairtrade Town“ hat die Gemeinde Bönen gestern gemacht: Katja Lohmann, Inhaberin der Gaststätte Haus Böinghoff in Flierich, unterschrieb im Beisein von Klimaschutzmanager Torben Stasch und Daniela Heil, Mitglied der Steuerungsgruppe, eine Vereinbarung, in der sie garantiert, nur fair gehandelten Kaffee in ihrer Gaststätte zu servieren.

„Für die Anmeldung für den Titel Fairtrade-Town reicht das aber noch nicht aus“, räumt Stasch ein. „Wir müssen mindestens zwei Gastronomiebetriebe gewinnen.“

Die Aufgabe, gastronomische Betriebe in der Gemeinde von dem Projekt zu zu überzeugen, hat Daniela Heil übernommen. Nachdem der Rat einstimmig grünes Licht für die Bewerbung der Gemeinde als Fairtrade-Kommune gegeben hatte, war die Steuerungsgruppe ins Lebens gerufen worden. Ihr gehören unter der Leitung von Torben Stasch neben Daniela Heil von Bündnis 90/Die Grünen auch Markus Gröblinghoff vom gleichnamigen Kaufhaus, Dr. Christian Rose, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Bio-Security, und Pfarrer Detlef Belter von der Evangelischen Kirchengemeinde an.

Um den Titel „Fairtrade-Town“ zu erhalten, sind eine Reihe von Kriterien zu erfüllen. Die sollen dazu beitragen, gerechten Handel auf kommunaler Ebene zu fördern und ein Bewusstsein dafür bei den Bürgern zu schaffen. Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, soll die Bewerbung noch in diesem Jahr verschickt werden, und Bönen könnte es anderen Kommunen im Kreis gleichtun.

„Kein Problem war es, mindestens vier Geschäfte in der Gemeinde zu finden, die fair gehandelte Produkte vertreiben“, berichtet Stasch. „Alle Supermärkte und Discounter bieten mittlerweile fair gehandelte Waren an.“ Schwieriger sei es da schon mit der Gastronomie vor Ort. „Ich habe alle Cafés und Gaststätten in Bönen angeschrieben, aber leider keine Antwort erhalten“, bedauert Daniela Heil. Einzig Katja Lohmann meldete sich und war bereit, den Vertrag zu unterzeichnen. „Ich verwende schon seit Jahren fair gehandelten Kaffee, Tee und Zucker“, erzählt sie. „Deshalb unterstütze ich die Bewerbung Bönens zur Fairtrade-Town.“ Und viel teurer seien sie auch nicht.

Möglicherweise stehe hinter der Zurückhaltung bei den Bönener Gastronomen die Frage: Was habe ich davon? Das vermutet Daniela Heil, die sich davon aber nicht entmutigen lässt. „Ich werde die Gastronomen in der Gemeinde jetzt persönlich aufsuchen und versuchen, sie zu überzeugen“, sagt sie. „Sicherlich bringen fair gehandelte Produkte erstmal nicht mehr Gäste, aber es ist doch auch ein gutes Gefühl, mit angemessen bezahltem Kaffee oder Tee dem Erzeuger und seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen.“ Ein Anreiz könnte auch eine Broschüre sein, in der alle Anbieter von fair gehandelten Produkten aufgeführt werden sollen.

Auch Vereine, Schulen und Kitas werden noch gesucht, die entsprechende Produkte verwenden. Zudem wären Projekttage an Schulen ein wichtiger Schritt nach vorne, so Stasch, um schon Kinder und Jugendliche an das Thema heranzuführen.

Ansprechpartner im Rathaus für das Fairtrade-Projekt ist Torben Stasch. Er ist erreichbar unter Telefon 933-354. Interessierte Gastronomiebetriebe können sich auch direkt per Mail an Daniela Heil wenden unter: danielaheil@me.com.

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