Blick nach vorn nach Petrak-Eklat

Neuer Schwung am MCG: Schulpflegschaft nimmt Arbeit auf

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Vier Frauen im Geiste der Marie Curie: Die kommissarische Leiterin Bianca Giese (von rechts) kann in der Schulpflegschaft auf Maresa Viviani (Vize-Vorsitzende), Jasmin Beisenherz (Vorsitzende) und Alexandra Wisse-Frank (Vize) zählen.

Die Namensstifterin hätte wohl ihre Freude: Es sind vier Frauen, die nun qua Amt im Geschirr stehen, das Schulleben am Marie-Curie-Gymnasium zu gestalten.

Bönen - Es ist keine leichte Aufgabe, die Schulleitung und Elternpflegschaft nach der Zerreißprobe um die von Elternseite forcierte Demission des vormaligen Leiters Dr. Peter Petrak angehen. Aber sie gehen beherzt ans Werk, das dokumentierten die kommissarische Schulleiterin Bianca Giese und die neuen Vorsitzenden der Schulpflegschaft am Dienstag mit einem gemeinsamen Auftritt für die Öffentlichkeit. In der Versammlung der gut 25 Elternvertreter aus den einzelnen Klassen ist Jasmin Beisenherz vergangene Woche zur Vorsitzenden der Schulpflegschaft gewählt worden. Ihr zur Seite stehen Maresa Viviani, die zuvor schon ein Vizeamt innehatte, und Alexandra Wisse-Frank.

Aufbruchstimmung soll erhalten bleiben

„Es war nicht mein Plan, den Vorsitz zu übernehmen, aber ich bin zuvor gefragt worden“, berichtete Beisenherz. Nach kurzer Bedenkzeit habe sie eingewilligt, sich zur Wahl zu stellen. „Ich möchte den positiven Start des MCG ins neue Schuljahr weiter begleiten“, sagte die Vorsitzende über ihre Beweggründe. Es gehe darum, das positive Gefühl zu verstetigen, mit dem alle Beteiligten den Betrieb nach den Ferien wieder ans Laufen gebrachten hätten, nachdem es mit dem eskalierten Konflikt und ungewisser Perspektive in die Ferien gegangen war. „Die Schule hat neuen Schwung“, beschrieb auch Giese Aufbruchstimmung am Marie-Curie-Gymnasium. Den gelte es jetzt zu bewahren.

Kommunikation Schlüssel zum Erfolg

Reden, reden und nochmals reden ist kurzgefasst das Rezept, mit dem die vier Damen das Schulklima auf Dauer verbessern wollen. Kommunikation sei der Schlüssel zum Erfolg. „Wir wollen noch stärker ins Gespräch kommen. Wenn es irgendwo ein Problem oder auch etwas Positives gibt, sollen die Eltern gleich den richtigen Adressaten ansprechen“, so Giese. „Wichtig ist uns, dass nicht im Flüsterfunk irgendetwas aufkommt und liegen bleibt“, so Beisenherz.

Engerer Kontakt in der Elternschaft

Dafür werde nun ein E-Mail-Verteiler und Kommunikation per Whatsapp aufgebaut, so Beisenherz. Die Schulpflegschaft werde häufiger tagen, wenn es sich irgendwie machen lässt in der Terminfülle, sogar einmal im Quartal. Auch die Schulkonferenz, in der Vertreter von Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft unter Vorsitz der Direktorin die Weichen stellen, werde mehr Sitzungen abhalten als zuletzt.

Giese: Schwung deutlich zu spüren

Das beflügelt die Schulgemeinde wohl schon. „Wir bekommen den neuen Schwung deutlich zu spüren“, sagte Giese. Nach dem Eindruck der Vier schwingt vom alten Konflikt nichts mehr nach, man richte den Blick nach vorn. Schließlich sind perspektivisch einige Dinge zu klären, auf längere Sicht die Rückkehr zu G9, dem Abitur in der Stufe 13. Die aktuellen Siebener-Klassen erreichen im Schuljahr 2023/24 die zehnte Klasse, die es im G8-Modell nicht mehr gab. Die Lehrpläne seien dafür schon überarbeitet, aber das MCG müsse auch schauen, ob der Platz für alle reicht, wenn ein Jahrgang mehr im Haus ist.

Ersatz für abgesagte Klassenfahrten 

Außerdem machen sich Schule und Elternschaft Gedanken über attraktive Alternativen für die Fahrten, die Corona-bedingt fürs ganze Schuljahr abgesagt sind. Die Q II, also die nächste Abiturientia, sollte dieser Tage in Berlin weilen. Die Neuner büßen ihren England-Aufenthalt im Herbst und die Ski-Tour Anfang 2021 ein. Giese: „Aber wir arbeiten daran, dass etwas Anderes stattfinden kann.“ Auch das ist sicher gut für den Schwung.

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