Gymnasiasten bringen in Theaterstück Moderne und Geschichte zusammen

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Die Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums hatten viel geprobt. Die Arbeit hat sich gelohnt: Ihre Aufführung des Theaterstücks “Ein Held namens Theseus“ kam dank einer interessanten Geschichte gut beim Publikum an.

Bönen Der griechische Heldenepos um den Sohn des athenischen Königs Aigeu stand im Mittelpunkt des Theaterstücks“Ein Held namens Theseus.“ Die Q1 des Marie-Curie Gymnasiums führte das Werk am vergangenen Samstag in der Aula auf.

Der griechische Heldenepos um den Sohn des athenischen Königs Aigeu stand im Mittelpunkt des Theaterstücks“Ein Held namens Theseus.“ Die Q1 des Marie-Curie Gymnasiums führte das Werk am vergangenen Samstag in der Aula auf.

Die ursprüngliche Geschichte

Theseus reiste zusammen mit sieben Jungfrauen und sieben Jünglingen nach Kreta, um sich dort dem Minotauros zu stellen, einer riesigen Kreatur, die alle neun Jahre dieses Opfer erwartete. Theseus verliebte sich vor Ort in die Tochter des Minos, Ariadne. Mit ihrer Hilfe gelang es ihm den Minotauros zu besiegen. So erzählt es zumindest die Sage. Aber was wäre, wenn die Geschichte nur die Masche einer klugen PR-Beraterin wäre, ohne, dass Theseus jemals einem Minotauros begegnet ist geschweige denn, dass dieser existiert? Genau diese Handlung erzählt die Interpretation des Literaturkurses.

Theseus erzählt Geschichte in Neuzeit selbst

Das Geschehen wird von Theseus, einige Jahrzehnte später, selbst nacherzählt. Die Muse Clio, die das Publikum durch die zugegebenermaßen anfangs verwirrende und vielseitige Handlung führt, erklärt, dass dieses Stück die Wahrheit hinter dem Epos aufdeckt. Das grüne Licht, welches selten die Szenen beleuchtet, stellt dabei die Handlung wie in der eigentlichen Geschichte dar. Der Großteil des Stücks ist allerdings geprägt von der durchtriebenen PR-Beraterin und Journalisten, die Theseus und andere Helden der Sage durch falsche Pressemitteilungen und gestellte Szenen in das richtige Licht rücken. Denn eins wird schnell klar: Theseus ist alles andere als ein Held. Auch seine tugendhafte Liebe zu Ariadne wird schnell erschüttert, da die PR-Beraterin auch hier ihre Finger im Spiel hat.

Dank für viel Vorbereitungsarbeit

„Wir wollten die sonstige Heldenverehrung einmal infrage stellen und das Bild des Helden anders darstellen.“, sagte Kurslehrerin Ricarda Müller-Ittershagen. In ihrer Ansprache dankte sie der Kunst AG unter der Leitung von Jana Scheffler, sowie Maike Kruse, die viel Zeit und Arbeit in das Stück und dessen Vorbereitung gesteckt hatten. Der größte Dank galt aber den Schülern, die aufgrund diverser Krankheitsfälle oftmals in letzter Sekunde noch ganze Rollen auswendig gelernt hatten und somit eine sehenswerte Premiere zustande bringen konnten. Die Aufführung schafft mit ihrem Wechsel zwischen Moderne und Antike, sowie den lustigen und ironischen Charakteren eine angenehme und interessante Stimmung.

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