Gute Nachrichten für die Tafel-Ausgabe in Bönen

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Die Ausgabe der Tafel in Bönen könnte schon bald wieder regulär öffnen.

Bönen/Unna – Gute Nachrichten für langzeitarbeitslose Menschen und den Arbeitsmarkt vermeldet jetzt die SPD-Kreistagsfraktion. Und die betreffen auch die Unnaer Tafel und damit die Ausgabestelle in Bönen, die zurzeit von zusätzlichen freiwilligen Helfern unterstützt wird.

Martin Wiggermann, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion und stellvertretender Landrat, freut sich laut Mitteilung nämlich besonders darüber, dass das Jobcenter Kreis Unna der Unnaer Tafel seit dem 1. Januar 30 Mitarbeiter im Rahmen der Förderung von Arbeitsgelegenheiten („Ein-Euro-Jobs“) zur Verfügung stellt, damit die Tafel ihren gewohnten Betrieb wiederaufnehmen kann.

„Wir sind sehr erleichtert, dass die Tafel nun wieder über die gewünschte Personalstärke verfügt, um die bedürftigen Menschen in der Region mit Lebensmitteln zu versorgen. Wir danken vor allem dem Jobcenter und der Kreisverwaltung für die schnelle und unkomplizierte Hilfe“, so Martin Wiggermann.

Öffnung vielleicht schon im Februar wieder möglich

Die sind allerdings laut Ulrike Trümper, der ersten Vorsitzenden der Unnaer Tafel, noch nicht alle verfügbar. „Zurzeit haben wir 26 geförderte Mitarbeiter, die müssen aber alle zum 31. Januar wieder aufhören. Ob einige von ihnen darüber hinaus bleiben können, wie viele noch kommen und wer, wissen wir noch nicht.“

Die Tafel habe aber einen Antrag auf 30 solcher Arbeitsgelegenheiten gestellt. „Wenn alles reibungslos läuft, und wir die neuen Mitarbeiter eingearbeitet haben, dann können wir die vier Ausgabestellen auch wieder öffnen“, erklärt Trümper. Das wäre vielleicht sogar schon Mitte Februar möglich. „Wir müssen aber erst mal abwarten, was am 1. Februar passiert“, sagt Ulrike Trümper.

Engagierte Bürger organisieren Ausgabe

Mit dem Auslaufen des Bundesprojekts „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ Ende des vergangenen Jahres hatte die Tafel den Betrieb in vier ihrer neun Ausgabestellen eingestellt, neben Bönen auch in Unna-Massen, Fröndenberg und Holzwickede. Geschlossen bleiben sollten sie zunächst bis Ende März. In der Gemeinde haben sich daraufhin einige engagierte Bönener dafür eingesetzt, die Ausgabe vor Ort übergangsweise durch eigene Mithilfe aufrecht zu erhalten.

Die aktuelle Personalausstattung entspräche nun wieder der Situation wie vor der Förderung durch das Bundesprojekt, sagt jetzt Martin Wiggermann.

Insgesamt will das Jobcenter Kreis Unna mit dem neuen Teilhabechancengesetz mehr als 300 Menschen, die schon sehr lange arbeitslos sind, eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnen. Diese Zahl nannte Jobcenter-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep in der jüngsten Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion in Unna.

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