Rat gibt grünes Licht für Erweiterung der Kita "Merschzwerge"

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Noch werden in der Kita „Merschzwerge“ zwei Gruppen betreut. Künftig sollen es vier sein. Der Rat hat jetzt die Voraussetzung für die Erweiterung geschaffen.

Bönen – Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in der Kita „Merschzwerge“ an der Siemensstraße, die Kik und Gea gemeinsam betreiben, ist so groß, dass die bislang zweizügige Kita jetzt auf vier Gruppen erweitert werden soll.

Dafür ist allerdings eine Änderung des Bebauungsplans notwendig. Der Rat stimmte dem jetzt einstimmig zu und machte den Weg frei für eine Aufstockung. 

Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder steigt. Das macht sich auch in der Gemeinde bemerkbar. Aktuell fehlen bekanntlich 50 Plätze. Eine weitere Kita soll demnächst im Wohngebiet Am Holtfeld entstehen. Betroffen ist auch die Kita „Merschzwerge“, die die Unternehmen Kik und Gea im Industriegebiet für ihre Mitarbeiter betreiben. 

Inzwischen ist die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kleinkinder derart groß, dass die bislang eingerichteten zwei Gruppen dem nicht mehr gerecht werden können. Deshalb soll die Tagespflege um zwei Gruppen auf vier erweitert werden, um langfristig erforderliche Betreuungsplätze in der Gemeinde zu sichern. 

Damit nimmt die Tagespflege mitten im Industriegebiet nicht mehr lediglich einen untergeordneten Gebäudeteil, sondern das Gesamtgebäude in Anspruch und ist nicht mehr als geringfügige soziale Nutzung zu betrachten. Die Erweiterung auf vier Gruppen widerspricht somit der Festsetzung des Bebauungsplanes Nr. 26a „Am Mersch“, die im Gebiet Siemensstraße und Hagenweg Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke ausschließt und lediglich eine gewerbliche und industrielle Nutzung erlaubt. 

Das Unternehmen KiK Textilien und Non-Food GmbH ist Eigentümer der betroffenen Flurstücke 495, 540 und 542 und hat dort 2013 die zweizügige Großtagespflege für Kinder errichtet. Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Nutzungserweiterung der Großtagespflege zu schaffen, ist jetzt eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. 

Die Planungskonzeption des Gesamtplanes für das Gebiet „Am Mersch“ bleibt davon jedoch unberührt. Der Rat gab jetzt grünes Licht, die Bebauungsplanänderung im vereinfachten Verfahren durchzuführen.

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