Erneut Ärger an der Mulsanner Straße

Geschlossene Schranke vor Wohnhäusern in Bönen behindert Rettungswagen

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Kurzfristig hatte die LEG die Mieter eingeladen zu einem Gespräch mit dem zuständigen Betreuer des Objekts an der Mulsanner Straße in Bönen. Die Schranke und Falschparker sorgen für Ärger.

Bönen - Die Schranke an der Mulsanner Straße sorgt erneut für Probleme. Sie trennt das Gelände mit dem LEG-Gebäudekomplex vor dem Schulzentrum vom Billy-Montigny-Platz ab. Falschparker behindern immer wieder die Rettungswege, andererseits kommen Rettungsfahrzeuge gar nicht erst auf das Gelände, wie zuletzt im Oktober.

Als im Oktober ein Rettungswagen zur Mulsanner Straße gerufen wurde, endete die Fahrt an der elektrischen Schranke, die das Gelände mit den fünf Wohngebäuden abriegelt. Das kann katastrophale Folgen haben, wenn es im Notfall um jede Minute geht. 

„Eigentlich ist den Rettungskräften bekannt, dass die Schranke im Notfall mit einem Dreikantschlüssel geöffnet werden kann“, argumentiert der Objektbetreuer der LEG, der namentlich nicht genannt werden möchte. 

Immer wieder ein Problem: Die Feuerwehrzufahrt wird regelmäßig durch Falschparker blockiert.

Es sei bei den Rettungskräften bekannt, dass die Schranke geöffnet werden muss. In Absprache mit Rettungsdienst und Feuerwehr habe es eine Begehung gegeben, als die Schranke eingerichtet wurde. Die Wohnungsgesellschaft geht davon aus, dass in jedem Fahrzeug ein solcher Dreikantschlüssel vorhanden ist, mit dem auch Hydranten geöffnet werden. 

Falschparker trotzen Schranke

„Aber wir werden noch einmal Rettungsdienst und Feuerwehr informieren, dass sie einen Dreikantschlüssel brauchen, um auf das Gelände an der Mulsanner Straße zu kommen“, kündigte der Objektleiter an. Um dem wilden Parken auf dem Gelände mit insgesamt 36 Wohnungen an der privaten Anliegerstraße neben der Sporthalle Einhalt zu gebieten, ließ die LEG die Schranke installieren. Die Feuerwehr hatte sich darüber beklagt, dass Fremdparker immer wieder die Rettungswege zustellen. Die Gemeinde hatte deshalb die LEG als Grundstückseigentümer aufgefordert, Abhilfe zu schaffen. Zwar sind 40 Parkplätze vorhanden, aber nicht alle sind vermietet. 

Die Mieter haben einen elektrischen Transponder, der die Schranke automatisch öffnet und schließt. Dennoch blockieren auch jetzt trotz der Schrankenanlage immer wieder fremde Fahrzeuge die Parkplätze und – das ist das eigentliche Problem – die Zufahrten, die als Rettungswege dienen. Im Ernstfall kommen Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge nicht durch. Aber wie kommen die externen Fahrzeuge an der Schranke vorbei? 

Objektbetreuer droht mit Abschleppen

„Entweder lassen Bewohner Besucher mit ihrem Transponder rein oder die Fahrer verschaffen sich mit einem Dreikantschlüssel Zugang“, vermutet der Objektbetreuer der LEG. Dabei gebe es doch ausreichend kostenlose Parkplätze direkt vor dem Schulzentrum. Sollten weiterhin Falschparker auf dem Gelände die Rettungswege blockieren, „dann lasse ich gnadenlos abschleppen“, kündigte der LEG-Objektbetreuer den wenigen Mietern an, die am Donnerstag zum Ortstermin gekommen waren – möglicherweise, weil die Nachricht ziemlich kurzfristig in den Briefkästen der Anwohner gelandet war. 

Demnächst soll zudem auf jedem Parkplatz, der nicht vermietet ist, ein Findling unberechtigtes Parken unterbinden. „Das sind keine Besucherparkplätze“, so der LEG-Mann. „Es ist nicht fair gegenüber den Mietern, die für die Plätze bezahlen, Besucher rein zu bringen und hier parken zu lassen.“ Ein Abbau der Schranke, wie von einigen Bewohnern gefordert, steht nach Aussage des Objektbetreuers aber nicht zur Diskussion.

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