Germania-Pleite sorgt für viel Arbeit in Bönener Reisebüro

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Die Insolvenz der Fluggesellschaft Germania sorgt für Arbeit in Reisebüros.

Bönen – Die Pleite der Fluggesellschaft Germania hat am Dienstag nicht nur viele Reisende überrascht. Auch in Reisebüros wurden die Neuigkeiten genau verfolgt – so auch von den Mitarbeiterinnen im Deutschen Reisebüro (DER) an der Bönener Bahnhofstraße.

„Das war so nicht absehbar und bedeutet nun viel Arbeit für uns“, sagt Leiterin Angelika Preuß. Germania sei eine der wichtigsten Fluglinien für das Reisebüro gewesen, deren Flüge man häufig und gerne an den Kunden gebracht habe. 

Angelika Preuß, Reiseberaterin in Bönen.

Vor allem spanische Reiseziele – etwa die Kanaren oder Mallorca – seien von Germania angeflogen worden. Wie viele Bönener nun von den Auswirkungen der Pleite betroffen sind, lasse sich noch nicht beziffern. Irgendwo gestrandet sei zum Glück niemand. 

Die ersten besorgten Kunden hätten sich am Mittwoch aber bereits gemeldet. „Wir haben leider mittlerweile Übung mit solchen Situationen“, sagt Preuß und spielt damit auf die Insolvenzen von Air Berlin und der Fluggesellschaft Small Planet an, mit denen das Reisebüro in der Vergangenheit zu tun hatte. 

Für fast alle Kunden, die sich nun melden, können Preuß und ihre Kolleginnen aber Entwarnung geben. „99 Prozent unserer Kunden, die mit Germania fliegen sollten, haben Pauschalreisen gebucht und sind daher entsprechend abgesichert“, erklärt Preuß. 

Die Flüge würden nun umgebucht, es entstünden keine weiteren Kosten. Dabei geht das Reisebüro nun nach Dringlichkeit vor. „Um Kunden, die in zwei Tagen fliegen, müssen wir uns natürlich eher kümmern, als Kunden, die erst im Mai reisen wollen.“ 

Wer dagegen individuell allein die Flüge über das Internet gebucht hat, dürfte auf den Kosten sitzen bleiben. „Die müssen sich beim Insolvenzverwalter melden. Aber die Chancen sind sehr gering“, meint Preuß.

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