Raupensauger gegen den Spinner

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Mitarbeiter der Firma Lehm aus Werl beseitigen derzeit die Nester der Nachtfalter im Auftrag der Gemeinde.

Bönen – Endlich sind die Spielplätze wieder freigegeben. Ganz unbeschwert toben können die kleinen Besucher derzeit dennoch nicht überall in Bönen. Einige Flächen hat die Gemeindeverwaltung in den vergangenen Tagen gesperrt, weil dort Nester der Eichenprozessionsspinnerraupen an den Bäumen hingen.

Die Insektenlarve haben giftige Brennhaare, die bei Kontakt zu allergischen Reaktionen führen können. Betroffen waren etwa die Spielplätze an der Geschwister-Scholl-Straße und am Königsholz. Sie wurden aber inzwischen wieder freigegeben. „Wir bemühen uns, überall dort, wo sich besonders viele Bürger aufhalten, die Nester zu beseitigen“, berichtete René Böhm von der Gemeindeverwaltung.

Ein solcher Bereich ist auch die Sportanlage Am Rehbusch. Dort waren gestern Mitarbeiter der Firma Lehn Haus und Garten aus Werl stundenlang damit beschäftigt, die zahlreichen Eichen entlang des Weges in Augenschein zu nehmen. „Wir schauen uns jeden Baum an, und wenn wir ein Nest entdecken, wird es abgesaugt“, erklärte Olaf Lehn, der den Hubsteiger in die Wipfel lenkte.

Alle Netzer sind kaum zu entfernen

Lehn und seine Kollegen sind seit Tagen in Bönen unterwegs, der Aufwand ist aufgrund der hohen Zahl an Eichen enorm. Deshalb werden die Fachleute wohl auch nicht jedes einzelne Gespinst entfernen können. „Im Wald ist das nicht möglich, da kommen wir gar nicht überall dran“, bedauerte Lehn. Klimaschutzmanager René Böhm geht ebenfalls davon aus, dass einige Nester an weniger besuchten Orten hängen bleiben werden. Dort sollten die Bönener dann besonders aufmerksam sein.

An welchen Stellen der Nachtfalter-Nachwuchs sich breitgemacht hat, ist auf der Internetseite der Gemeinde www.boenen.de unter dem Suchbegriff „Eichenprozessionsspinner“ zu sehen. Die dort abgebildete Karte wird laut Böhm täglich aktualisiert.

Mithilfe erwünscht

Dazu benötigt die Verwaltung die Mithilfe der Bönener: Wer ein Raupennest auf einer öffentlichen Fläche entdeckt, soll dies beim Ordnungsamt der Gemeinde unter den Rufnummern 93 32 43 oder 93 32 44 melden. Betroffen sind zurzeit alle Ortsteile.

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