Fördergelder

Gemeinde Bönen plant Fahrradparkhaus am Bahnhof Nordbögge

Bahnhof Nordbögge Fahrräder
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Am Nordbögger Bahnhof soll es bessere Abstellplätze für Fahrräder geben.

Wer sein Rad am Bahnhof stehen lässt, will sich darauf verlassen können, dass das Fahrrad nicht nur vor Wind und Wetter, sondern auch vor Dieben gut geschützt ist. Am Haltepunkt in Nordbögge soll daher ein Fahrradparkhaus entstehen. Auch für ein anderes Vorhaben der Gemeinde gibt es Fördergelder.

Bönen – Mit kräftiger Finanzhilfe des Landes und des Nahverkehrsverbandes Westfalen-Lippe (NWL) kann sich die Gemeinde Bönen daran machen, das Nahverkehrsangebot attraktiver und das Auto für den Weg von und zu der Bahn überflüssig zu machen. Wer sich aufs Fahrrad schwingt, um zwischen seinem Zuhause, Arbeitsplatz oder Schule und dem Bahnhof in Nordbögge umweltfreundlich unterwegs zu sein, soll fürs Rad im kommenden Jahr ein ansprechenderes Plätzchen finden, das trocken und zugleich sicherer ist, als die aktuellen Fahrradständer mit den kaum genutzten Schließboxen.

Damit kommt auch in Betracht, statt des für Diebe und Zerstörwütige unattraktiven alten Möhrchens für die Strecke zum Bahnhof auch wertvollere Fahrräder zu nutzen. Der anhaltende Boom der Elektroräder hat schließlich auch damit zu tun, dass sie für Pendler zur Alternative zum Auto geworden sind. In Regie der Awo-Tochter DasDies gGmbH sollen die Vehikel sicher verwahrt werden, wie es im Netz der kreisweiten Stationen samt der am Bahnhof Bönen geschieht.

Detailplanung bis Ende des Jahres

„Wir gehen davon aus, dass da etwa 40 bis 60 Plätze entstehen werden“, berichtete Robert Eisler, Fachbereichsleiter Bau. Dass die Anlage noch nicht bis ins letzte Detail geplant ist, hängt mit den Abläufen der Förderung zusammen. Mit dem Votum der Verbandsversammlung im Juni hat Bönen für dieses Vorhaben, sowie für den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen, eine Vormerkung für das kommende Jahr bekommen.

14 Haltestellen werden barrierefrei

Bönen Zentrum (Gemeindemitte) Euro: 13 600

Bahnhof Nordbögge 7 300

Hellwegschule 17 400

Billy-Montigny-Platz 43 000

Hubertstraße A/Nord 9 100

Hubertstraße B/ Süd 17 600

Altenbögge Markt A/Nord 40 900

Altenbögge Markt B/Süd 37 100

Disselstraße A/Nord 8 400

Pestalozzistraße A/Süd 9 100

Pestalozzistraße B/Nord 15 700

Peterstraße A/Süd 13 000

Peterstraße B/Nord 13 200

Nordbögge Gemeindehaus A/West 16 400

Das Geld ist quasi reserviert, bewilligt wird es, wenn die Verantwortlichen im Rathaus ihre Hausaufgaben rechtzeitig erledigen. „Wir müssen bis Ende des Jahres eine konkrete Planung vorlegen und den finalen Förderantrag stellen“, so Eisler. Das geht der Verwaltung wegen des Personalmangels just bei den Fachleuten dafür nicht mal so eben von der Hand. „Aber wir versuchen immer unser Bestes.“

Zumal es um erkleckliche Summen geht. 244 500 Euro, 90 Prozent der Kosten, steuert der NWL für den Einstieg in den gesetzlich vorgeschriebenen Umbau der Bushaltestellen im ersten Bauabschnitt bei. Dort müssen Bordsteine erhöht und Leitspuren für Sehbehinderte verlegt werden, damit Menschen mit Einschränkungen mit „Öffis“ mobil sein können.

Bönener Bushaltestellen sollen barrierefrei gestaltet werden – etwa mit Bodenelementen für Sehbehinderte wie an der Wolfgang-Fräger-Straße.

Dem Gesetz nach müssten zu Januar 2022 alte Haltestellen dem Standard entsprechen, aber die Kommunen schaffen das nicht.

Um 93 600 Euro geht es beim Bau des Fahrradparkhauses, das auf der Südseite des Nordbögger Bahnhofes entstehen soll. Vom Nahverkehrsverband gib es zwar „nur“ 14 000 Euro (15 Prozent) für die elektronische Schließanlage und die Videoüberwachung dazu. „Wir bekommen aber auch noch 75 Prozent Städtebauförderung“, erläuterte Eisler.

Mit dem Geld soll ein überdachter „Drahtkäfig“ aus soliden Stabmatten entstehen, um Langfinger fernzuhalten. Die Schließanlage können Nutzer mit einem Chip zu jeder Tages- und Nachtzeit bedienen. Das Teil wird gegen Pfand vom Betreiber ausgegeben. Das Tagesticket kostet aktuell einen Euro pro Tag, Schüler zahlen generell die Hälfte. Die Monatskarte liegt bei zehn und das Jahres-Abo bei 100 Euro.

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