Gemeinde Bönen lässt 56 Bäume fällen

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Im Eichenwald an der Tennisanlage müssen ebenfalls abgestorbene Bäume entfernt werden. Ersatzpflanzungen sind geplant.

Bönen - Derzeit fallen sie vor allem durch ihr buntes Laub auf, dass jetzt überall auf den Wegen und Plätzen, in den Vorgärten und Einfahrten liegt. Bäume haben eine enorme Bedeutung für das ökologische System und das Klima. Sind sie jedoch krank oder beschädigen mit ihren Wurzeln Straßen und Gehwege im öffentlichen Bereich, müssen sie gefällt werden. Die Gemeinde muss schließlich für die Verkehrssicherheit sorgen. In Bönen sollen deshalb in den kommenden Wochen 56 Bäume gefällt werden. 

Im Sommer haben sich die Fachleute vom Bauhof alle Bäume auf gemeindlichen Grund angesehen und dabei festgestellt, das 17 davon innerorts sowie 39 außerorts die Verkehrssicherheit gefährden. Sie sind von Pilz befallen, leiden unter Triebsterben, ihre Wurzeln sind beschädigt oder sorgen für aufgebrochene Straßendecken. Manche drohen auch aufgrund ihres Zwieselwuchses, bei dem sich die Stämme teilen, auseinanderzubrechen oder sind bereits abgestorben und könnten beim nächsten Sturm umkippen. Um zu verhindern, dass dadurch Menschen, Fahrzeuge oder Gebäude zu Schaden kommen, sollen sie nun beseitigt werden. Eine entsprechende Mitteilung darüber bekommen heute Abend die Mitglieder des Fachausschusses Bauen, Planen und Umwelt in ihrer Sitzung ab 18 Uhr im Rathaus. 

Die Verwaltung sieht demnach vor, überall dort, wo eine Ersatzpflanzung sinnvoll ist, neue Bäume zu setzen. Das ist zum Beispiel an der Lenningser Straße, Ecke Südfeld der Fall. Dort sollen künftig fünf Winterlinden wachsen. An der Lilienstraße in der Nähe der Pestalozzischule wollen die Gärtner zwei Sommerlinden und einen Mehlbeerbaum ziehen, auf der Rasenfläche an der Mühlenstraße sowie an der Beethovenstraße, Ecke Heinrich-Heine-Straße insgesamt 5 Säulen-Hainbuchen. Die Paul-Weniger-Straße bekommt einen Kugel-Ahorn, der Bockeldamm gegenüber des Sportplatzes eine Wildbirne und die Lessingstraße an der Bücherei zwei Mehlbeer-Bäume. Am Bahnhof Nordbögge sind vier Winterlinden, am Friedhof Nordbögge je zwei Amberbäume und Spitzahorne geplant. 

Vor allem Birken sind betroffen

Für Bereiche, in denen sich ein direkter Ersatz nicht anbietet, hat sich die Verwaltung nach eigener Angabe eine andere, geeignete Fläche ausgesucht. Teilweise soll aber auch auf eine Ersatzpflanzung verzichtet werden, etwa im Wald und an den Waldrändern. Dort sei aufgrund der bestehenden Vegetation keine Neuanpflanzung notwendig, heißt es aus dem Bönener Rathaus. „Dies stellt keine Problematik zu unserem Klimaschutzkonzept dar“, sagt Fachbereichsleiter Robert Eisler. „Im vergangenen Jahr haben wir mehr Bäume nachgepflanzt, als gefällt wurden. Insofern ist die zahlenmäßige Betrachtung eher nachrangig. Klimaschutzrelevant bleibt es vielmehr, großflächig unsere vorhandenen Waldbestände weiter zu vermehren.“

Die Säge wird hingegen an der Holbeinstraße, der Paul-Weniger-Straße, im Eichenwald am Tennisplatz, Kletterpoth, Schulzentrum, Fuchsbau, Meereweg, an der Jungholzstraße, Kleystraße und Voßkuhle sowie im Mergelbergwald und am Bahnhof Nordbögge eingesetzt. Gefällt werden 21 Birken, neun Buchen, acht Eschen, acht Bergahorne, drei Erlen, zwei Linden, zwei Pappeln und jeweils eine Weide, eine Eiche und ein Amberbaum. Die Gemeinde hat die Maßnahme bereits mit dem Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Unna abgestimmt. Sie soll im Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen sein.

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