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Gesundheitszentrum entsteht an der Bahnhofstraße

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Mit dem knallroten Schild will Michael Burges Neugierde für sein Projekt wecken. Die beiden baufälligen Häuser (links) müssen dem Gesundheitszentrum weichen.  -  Foto: Liesegang.
Mit dem knallroten Schild will Michael Burges Neugierde für sein Projekt wecken. Die beiden baufälligen Häuser (links) müssen dem Gesundheitszentrum weichen. - Foto: Liesegang.

BÖNEN -  Ein großes weißes Fragezeichen prangt seit ein paar Tagen auf einem knallroten Schild an der östlichen Bahnhofstraße. Es ist der Vorbote für eine millionenschwere Bauinvestitition auf dem seit vielen Jahren brach liegenden Grundstück. Die Burges Immobilien GmbH aus Soest will dort ab Mai zunächst ein modernes Ärztehaus mit vier Fachpraxen, einer Apotheke, einem Sanitätsfachhandel und Altenwohnungen errichten.

Weitere seniorengerechte Eigentumswohnungen und möglicherweise noch eine Wohnhaus mit Arztpraxis sollen in zwei weiteren Bauabschnitten folgen.

Eigentlich hatte Michael Burges mit Blick auf die immer älter werdende Bevölkerung auf dem freien Grundstück im Ortszentrum nur einen Neubau mit behindertengerechten Eigentumswohnungen geplant. Die Vermarktung dieses Projektes erwies sich aber als schwierig. Das führte der erfahrene Investor und Immobilien-Makler auf das unattraktive Umfeld zurück. Deshalb plante er um, kaufte auch den teilweise leerstehenden benachbarten Gebäudekomplex (Bahnhofstraße 153), in dem zuletzt nur noch eine Teestube untergebracht war (unsere Zeitung berichtete), um für den gesamten Bereich eine attraktive städtebauliche und vermarktbare Lösung zu entwickeln. So entstand die Idee, im vorderen Bereich der insgesamt 3286 Quadratmeter großen Fläche ein Gesundheitszentrum mit Facharztpraxen, Apotheke und Sanitätshaus in Verbindung mit behindertengerechten Seniorenwohnungen zu errichten. Rund 4,5 Millionen will Burges dafür investieren.

Die Bönener Apotheker Klaus und Stefan Oyen hat diese Idee jedenfalls überzeugt. Sie sehen in dem räumlichen Konzept die Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Bönener Bürger für die Zukunft und werden im Untergeschoss des Ärztehauses eine große Apotheke einrichten. „Wir versprechen uns von der Bündelung unserer Angebote besonders kundenahen Service“, erläuterte Klaus Oyen die Planungen. „Dazu gehört auch die Zusammenarbeit verschiedenster Fachrichtungen auf kurzem Weg.“

Darauf zielt auch die Rottwillm GmbH ab. Das Sanitätshaus aus Unna, das bisher nur mit einem kleinen Sortiment in der Marien-Apotheke von Klaus Oyen vertreten war, bezieht in dem viergeschossigen Neubau das zweite Ladenlokal, um nun in Bönen den gesamten Bereich an medizintechnischen und orthopädischen Hilfsmitteln anbieten zu können. Die Arztpraxen und Wohnungen über den beiden Ladenlokalen sollen durch einen gesonderten Eingang über einen Aufzug erreichbar sein.

Bevor im Mai der erste Spatenstich für das Gesundheitszentrum fallen soll, müssen allerdings die Bagger anrücken, um den Gebäudekomplex Bahnhofstraße 153 abzubrechen. „Die Abrissgenehmigung haben wir bereits. Im März legen wir los“, kündigte Michael Burges an.

Dabei komme ein Spezialbagger eines Bönener Unternehmens zum Einsatz, erläutert Sabine Lutz-Kunz, deren Pressebüro die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt übernommen hat. „Der Bagger mit einem besonders langen Greifarm von 24 Metern wird von der Hofseite aus Stück für Stück insgesamt 3400 Kubikmeter Schutt, Steine und Beton bewegen. Dadurch kann die Beeinträchtigung für den Straßenverkehr auf ein Minimum begrenzt werden“, betont sie. Burges sei darüber hinaus bemüht, bei der Baumaßnahme möglichst heimische Unternehmer und Handwerker einzusetzen, versicherte Lutz-Kunz.

Der Investor rechnet mit einer rund einjährigen Bauzeit und der Eröffnung des Gesundheitszentrums im Frühjahr 2014. Für diese Zeitraum ist auch der Baubeginn für das Haus geplant, in dem sechs bis acht behindertengerechte Eigentumswohnungen zwischen 60 und 80 Quadratmetern entstehen sollen. „Auch dafür haben wir schon Interessenten“ erklärte Michael Burges. - li

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