Bauantrag wird vorbereitet

Förderer und Gemeinde stimmen Pläne für Dorfgemeinschaftshaus ab

Derzeit beraten die Förderer und die Gemeinde Bönen noch über Einzelheiten bei der Planung des Dorfgemeinschaftshauses Bramey, Lenningsen, Flierich.
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So ähnlich soll es auf dem Ermeling-Gelände in Lenningsen künftig aussehen. Derzeit beraten die Förderer und die Gemeinde Bönen noch über Einzelheiten bei der Planung des Dorfgemeinschaftshauses.

Bönen – Die Turnhalle und das Toilettenhaus stehen noch, ansonsten ist nichts mehr übrig von der Ermelingschule in Lenningsen. Die Abrissbagger haben im November ganze Arbeit geleistet und Platz für Neues geschaffen. Schließlich soll auf dem Grund ein Dorfgemeinschaftshaus gebaut werden, ein Treffpunkt für alle Generationen. Die Finanzierung steht – dank der Landesförderung in Höhe von 363 000 Euro für den Abriss und Neubau. Der Boden ist vorbereitet und geschottert, nun warten die Mitglieder des Fördervereins Dorfgemeinschaftshaus Bramey, Lenningsen, Flierich auf den Baubeginn.

Bevor es aber losgehen kann, ist einiges zu erledigen. Über den weiteren Ablauf informierte sich jetzt der Vorstand des Vereins in einer Videokonferenz beim Fachbereich der Gemeinde. Der stellt dem Vorhaben mit Isabel Troeßer eine wichtige Fachfrau zur Verfügung. Die Bauingenieurin wird gemeinsam mit zwei Kolleginen die Architekturleistungen übernehmen und den Bauantrag auf den Weg bringen. „Das spart Baunebenkosten“, weiß Claudia Gebhard, Vorsitzende des Fördervereins. Troeßer stellte den Vereinsmitgliedern jetzt drei Varianten eines möglichen Neubaus vor. Entscheiden sollen sich die Verantwortlichen vor allem für die Anordnung von Wänden, Türen und Fenstern.

Wie das 200 Quadratmeter große Gebäude von Außen aussehen soll, zeigte bereits der Vorentwurf des Architekturbüros Rau aus Dortmund, der auch für den Förderantrag beim Land verwendet wurde. Auf diesen bezieht sich nun die Verwaltungsmitarbeiterin.

Demnach soll das eingeschossige, rechtwinkelige Gebäude in Nord-Süd-Ausrichtung an das vorhandene Toilettenhaus anschließen. Die Außenmaße werden etwa 21 mal 13 Meter betragen, die Fensterfront soll sich zum Garten hin öffnen. Schließlich möchten die Förderer später das Grüne Klassenzimmer miteinbeziehen, es erhalten und für Veranstaltungen nutzen.

Eigenleistungen sollen Kosten verringern

Errichtet wird das Bauwerk nach derzeitigem Stand in Holzrahmenbauweise. Eine massive Bauweise aus Stein hätte das Budget trotz der Landesförderung gesprengt, so Claudia Gebhard. Insgesamt veranschlagt die Gemeindeverwaltung 420 000 Euro für das Projekt. Und mehr sollte es möglichst nicht werden, gibt Fachbereichsleiter Robert Eisler an.

Um Kosten zu sparen, möchte der Verein möglichst viele Eigenleistungen erbringen. Für die Gewerke Elektrik und Sanitär haben sich zum Beispiel bereits Helfer für das Projekt angemeldet, und Gebhard hofft, dass die Zahl der tatkräftigen Unterstützer noch wächst. Für sie und ihre Mitstreiter war es deshalb wichtig, zu erfahren, ob solche Einsätze für die Gemeinschaft beim Ausschreibeverfahren berücksichtigt werden können oder müssen.

Laut Robert Eisler stellt das aber kein Problem da, selbst wenn – wie zurzeit angedacht – ein Generalunternehmer, den Auftrag für den Neubau erhalten sollte. Der wird in Zusammenarbeit mit Isabel Troeßer vom Team Planen und Bauen bei der Gemeinde die Bauleitung übernehmen.

Förderverein installiert Internetauftritt und verschickt ersten „Newsletter“

Sobald der Bauantrag gestellt ist, sollen im Rathaus die Vorbereitungen für die Ausschreibungen beginnen. Die, so rechnet der Fachbereichsleiter, würden etwa drei Monate beanspruchen, nachdem der Antrag vom Kreis als Bauaufsichtsbehörde genehmigt wurde. Mit einem Okay aus Unna rechnen die Verantwortlichen circa sechs bis acht Wochen nach Antragsstellung. „Je besser wir das vorbereiten, umso einfacher wird es“, erklärt Eisler. Da die Bauvoranfrage an den Kreis bereits positiv ausfiel, geht er nicht davon aus, dass es dort Verzögerungen geben wird. Wenn alles so läuft, wie die Beteiligten es sich vorstellen, dann wird ab diesem Jahr gebaut.

Während im Rathaus die Vorbereitungen für den Bau laufen, war der Förderverein gleichfalls nicht untätig. Die Mitglieder haben inzwischen eine eigene Seite ins Internet gestellt, unter www.dgh-ermeling.de können sich alle Interessierten über das Vorhaben und die Fortschritte auf dem Laufenden halten. Das Gleiche gilt für die Facebook-Seite, außerdem haben die Förderer nun ihren ersten Newsletter verschickt.

Fertig geworden ist des Weiteren der Mitgliedsantrag, der gleichfalls auf der Internetseite zu finden ist. „Erste Mitgliedsanträge sind schon bei uns eingegangen“, freut sich die Vorsitzende Claudia Gebhard.

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