Fußgängertunnel am Bönener Bahnhof soll 2020 fertig werden

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Eine Vision der möglichen zukünftigen Verkehrsführung in der Gemeindemitte mit einem Kfz-Tunnel unter der Bahnstrecke und einem Kreisverkehr südlich von Lidl präsentierten die Stadtplaner im Förderturm (für Vollbild oben rechts klicken).

Bönen - Die Ortsmitte wird sich in den nächsten zehn Jahren nachhaltig verändern. Die Fuß- und Radwege-Unterführung und ein Kfz-Tunnel als Ersatz für den Bahnübergang sind keine Illusionen mehr. Dem 2019 anstehenden Umbau der Bahnhofstraße West mit einem Kreisverkehr am Ortseingang in Altenbögge soll innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre die Umgestaltung und Sanierung des östlichen Teils der Hauptstraße bis zur Rhynerner Straße oben in Bönen folgen.

Diesen Eindruck vermittelten Fachbereichsleiter Robert Eisler von der Gemeindeverwaltung und Stadtplaner Alfred Körbel am Dienstagabend den Besuchern der Informationsveranstaltung zu den Gemeinde-Entwicklungsprojekten. 

Die beiden erläuterten auf der Sechs-Meter-Ebene des Förderturms, dass die Gemeinde mit diesem Abschlussforum die letzte Bedingung erfüllt habe, damit die in den vergangenen 20 Monaten erarbeiteten Konzepte für die Zukunftsgestaltung der Gemeinde als Grundlage für Förderanträge dienen können. Die Mittel für den barrierefreien Umbau des Bahnhofes mit einer Fuß- und Radwege-Unterführung habe die Gemeinde deshalb auch schon im Haushalt 2019 eingeplant.

 „Vorausgesetzt, wir bekommen die Mittel vom Land und die finanzielle Unterstützung der Bahn, können wir die konkrete Planung des Vorhabens schon im kommenden Jahr in Auftrag geben und das Ganze im Jahr 2020 umsetzen“, erläuterte der Fachbereichsleiter den nur 27 Interessierten, die in den Turm gekommen waren.  „Mit der Bahn sind wir inzwischen auf einem guten Weg“, erklärte Eisler. „Wir haben die große Hoffnung, dass wir mit unserem Bahnhof doch noch in das MOF-Programm der Bahn nachrücken, weil eine andere Kommune wegen anderweitiger Finanzierung herausfällt“, sieht der Fachbereichsleiter die Chance, schneller als erwartet von der Modernisierungsoffensive (MOF) der Bahn profitieren zu können. (Die andere Kommune ist Lünen; Anmerkung der Redaktion). 

Bahn will beschrankte Übergänge abschaffen

Alfred Körbel hatte zuvor schon bei der Vorstellung der verschiedenen Leitprojekte für die gesamte Gemeinde und die einzelnen Ortsteile auf die verbesserten Chancen für die Umgestaltung des Bahnhofes und seines Umfeldes hingewiesen. „Die Bahn will die beschrankten Bahnübergänge loswerden“, berichtete der Stadtplaner. Der Bau des Fußgängertunnels sei ein erster Schritt dazu. Deshalb habe die Rad- und Fußwege-Unterführung auch die höchste zeitliche und finanzielle Priorität erhalten, so Körbel. 

Wie diese Lösung aussehen könnte, erklärte er auch. Ein Teil des Bahnhofsgebäudes werde abgerissen, um Platz für die Zugangsrampen zu machen. Der Tunnel werde breit und hell beleuchtet sein, und mit einem Aufzug zum Mittelbahnsteig ausgestattet. Die Anbindung auf beiden Seiten der Bahnstrecke erfolge jeweils über Rampen, die parallel zu den Schienen verlaufen, erläuterte Körbel. „Weil wir das gesamte Paket der Ortsumgestaltung aufgeschnürt und daraus mehrere Projekte gemacht haben, die wir nach und nach verwirklichen wollen, können wir das auch finanziell stemmen“, erläuterte Robert Eisler. Voraussetzung sei aber immer, dass sich das Land und die Bahn an der Finanzierung beteiligen.

 Sogar Fördermittel der EU könnten dafür in Frage kommen, ließ Alfred Körbel wissen. „Klar ist, wer Geld will, muss zeigen, dass er den Eigenanteil im Haushalt berücksichtigt hat“, verdeutlichte der Fachbereichsleiter, dass die Gemeinde in den nächsten Jahren entsprechend gefordert sei.

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