Mit 2,5 Promille im Blut

„Für uns ist das wie Punkt und Komma“ - Mann aus Bönen beleidigt Polizisten

Eine Seniorin in Bad Sassendorf hat einen Trickdieb enttarnt. Die Polizei sucht Zeugen.
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Polizisten wurden von einem Mann aus Bönen übel beleidigt

Gleich mehrfach hatte ein Mann aus Bönen Polizisten beleidigt. Jetzt bekam der 54-Jährige die Quittung dafür.

Bönen/Kamen - Am 6. November vergangenen Jahres war der Mann mit 2,5 Promille Alkohol im Blut in Kamen unterwegs. Ein Rettungswagen kam, um den Mann im Rahmen der Gefahrenabwehr ins Krankenhaus zu bringen. Doch der 54-Jährige wehrte sich, wurde sogar aggressiv.

Schließlich riefen die Sanitäter die Polizei zur Hilfe. Als die Beamten eintrafen, zeigt sich der polnische Landsmann auch ihnen gegenüber respektlos. Sofort begann er, die Polizisten zu beleidigen. Es fielen üble Worte. Auch das Wort „Kurwa“ war dabei. Aus dem polnischen übersetzt bedeutet es Hure. „Wir Polen benutzen das Wort ständig im Satz. Für uns ist das wie Punkt und Komma“, erklärte der Bönener nun im Amtsgericht.

Mann aus Bönen beleidigt Polizisten: Fahrlässiger Vollrausch

Auch bei einem zweiten Polizeieinsatz in Kamen am 16. Januar fiel dieses Wort häufiger. An dem Tag randalierte der Angeklagte an der Tür eines Kumpels, was er, was er im Gericht auch zugab. Dieser rief daraufhin die Polizei. Als die Beamten ankamen und den nun Beschuldigten im Hausflur antraf, streckte der 54-Jährige ihnen den Mittelfinger entgegen und beleidigt sie abermals als Arschlöcher, Schlampen und eben Huren.

Da der Angeklagte in beiden Fällen stark alkoholisiert war, verurteilte der Richter den Mann letztlich nicht wegen Beleidigung, sondern wegen fahrlässigen Vollrausches. Also dafür, dass es sich in einen Zustand versetzt hat, in dem er sein Verhalten nicht mehr vernunftgemäß steuern kann.

Aufgrund von neun Vorstrafen, immer wieder im Zusammenhang mit Alkohol, sah der Richter keinen Raum mehr für eine Bewährung. „In beiden Fällen hat die Polizei nur ihre Pflicht getan. In beiden Fällen mussten sich die Polizisten beleidigen lassen“, führte der Richter in seiner Urteilsbegründung an. Der Angeklagte, der bereits mehr als vier Jahre seines Lebens in einem Gefängnis verbracht hat, habe aus seiner Vergangenheit nichts gelernt, so der Jurist weiter. Der Bönener kann das Urteil nun akzeptieren, oder ein Rechtsmittel in Form von Berufung oder Revision einlegen.  

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