Symbolische Scheckübergabe im Bönener Rathaus

Um Heimat verdient gemacht: NRW-Preise für drei Bönener Initiativen

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Den NRW-Heimatpreis gibt es in Euro und Cent: Den Siegerscheck präsentierten Thomas Köster (von links), Jörg Andreas Otte, Herbert Jüttner (Turm), Udo Wasmuth (IG Lenningsen), Dirk Carbow und Doris Cyplik (Dorffreunde).

Platz eins geht an den Förderverein des Zechenturms Königsborn III/IV, Platz zwei an die Interessengemeinschaft Lenningsen, Platz drei an die Dorffreunde Nordbögge. Die Heimatpreise des Landes NRW für Bönen decken die ganze Gemeinde ab. Das zeigte sich, als , die Kämmerer Dirk Carbow als Vertreter des urlaubenden Bürgermeisters Stefan Rotering die Auszeichnungen am Montagnachmittag im Ratssaal überreichte.

Vertreter der Politik machten keine gute Figur 

Die mit Geldpreisen verbundene Ehrung sei eine schöne Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit in den Ortsteilen, unterstrich SPD-Ratsherr Thomas Köster als einziger Gast der Verleihung unter den allgegenwärtigen Pandemie-Auflagen. Er war als Vertreter seines Fraktionsvorsitzenden Dirk Lampersbach gekommen. Alle Fraktionschefs waren geladen, weil sie der Jury angehörten. Doch die andere Farben fehlten.

Und so vermisste Doris Cyplik, Vorsitzende der Dorffreunde, bei dieser Gelegenheit eine gewisse Wertschätzung. Das Ideelle sei gerade im Moment wichtig, da das „normale“ Vereinsleben wegen der Kontaktbeschränkungen kaum möglich sei, merkte die Nordböggerin an, der Fördervereinsvorsitzende Herbert Jüttner und IG-Chef Udo Wasmuth stimmten zu. 

Auswahl unter sieben Bewerbern fiel schwer 

Über den Preis selbst freuten sie sich alle. Sieben Vereine hatten sich ingesamt beworben. Neben den drei Preisträgern waren das die Bergmannssiedlung 17/001, der Interreligiösen Arbeitskreis, die Eheleute Teuppenhayn für eine geplante Fotoausstellung und die Tischtennisfreunden Bönen. Beurteilt wurden die Projekte nach unter den Gesichtspunkten Regionale Identität, Nachhaltigkeit und generationenübergreifendes Erleben. Das fordere ja schon die Ausschreibung unter dem Motto: „Wir fördern, was Menschen verbindet“, erklärte Carbow. Er sprach von einer schwierigen Entscheidungsfindung in der Jurysitzung mit den Fraktionsführern und Mitgliedern der Bönener Verwaltung im August.

Geldpreise über 1.000. 1.500 und 2.500 Euro

Die Dorffreunde wurden die Restaurierung des Ehrenmals am Lindenplatz ausgezeichnet und erhielten 1 000 Euro. Die IG Lenningsen hat sich mit der Sitzgruppe aus Sandstein an der Queen-Elisabeth-Rose am Alten Bahnhof Lenningsen beworben und freut sich über 1500 Euro. Mit 2500 Euro kann der Förderverein am Zechenturm nach zahlreichen Projekten um die „existenziell prägenden Epoche der Gemeinde Bönen“ (Zitat Carbow) weiter tun, was der Erinnerung an den Bergbau dient. Als nächstes sollen Bänke aufgestellt werden. „Bei uns machen zum Beispiel viele Radler eine Pause“, sah Jüttner Bedarf an Sitzgelegenheiten am Turm.

Lob für die Unterstützung im Rathaus

 „Sie haben schöne Projekte realisiert, können das Preisgeld nun nutzen, um jetzt vielleicht neue ins Leben zu rufen“, sagte Carbow in seiner Ansprache. Thomas Köster schloss sich dem Lob an die Ehrenamtler an. Er ist auch als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses Familie, Sport und Kultur mit der Materie befasst, er dankte aber auch der Bönener Verwaltung, an diesem Nachmittag vertreten durch Carbow und Fachbereichsleiter Jörg-Andreas Otte: „Ohne das Kümmern gibt es auch keine Preise“, betonte er. Die Verwaltung halte die Augen nach Fördergeldern und Ausschreibungen offen. Otte forderte die Bönener Vereine zur Bewerbung für 2021 und 2022 auf. So lange ist der Heimatpreis des Landes NRW ausgeschrieben.

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