Fliericher Adventsmarkt bleibt auch bei der 30. Auflage Anziehungspunkt

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Der Besuch des Adventsmarktes am Fliericher Backhaus ist für viele Bönener seit Jahren Tradition. Die Ankunft des Nikolauses ist vor allem für Kinderaugen das Highlight der Veranstaltung.

Bönen - 1990 lockte der Fliericher Adventsmarkt zum ersten Mal die Bönener zum Backhaus. Am Samstag wurde der Markt zum 30. Mal durchgeführt und der Erfolg beim Publikum ist ungebrochen.

Höhepunkt für die Kinder auf dem 30. Adventsmarkt des Heimatvereins Kerspell Fle-ik ist seit Jahren der Besuch des Nikolaus. Höhepunkt für deren Eltern ist das Treffen mit Freunden zum Beispiel bei einem Gläschen Glühwein. 

Höhepunkt für den Veranstalter des kleinen, aber feinen Weihnachtsmarktes ist der hohe Zuspruch des Publikums aus Bönen und der Region. Schließlich arbeiten die Vereinsmitglieder fast ein ganzes Jahr, um den kommenden Markt mit Kunsthandwerk und Leckereien zu bestücken. Der Ablauf ist seit dem ersten Adventsmarkt 1990 gleich geblieben. 

Begehrte Holzofenbrote

Mit dem Öffnen der Tür zum historischen Backhuis strömen die Besucher hinein, um eins der begehrten Holzofenbrote zu ergattern. 140 hatten Karl Wegener und Hans Rau diesmal nächtens gebacken. „Um 23 Uhr hab ich den Ofen angeheizt“, erzählte Rau, bevor er sich wie der Kollege eine Mütze Schlaf gönnte. 

Adventsmarkt in Flierich

Die zweite Station der Stammgäste in Flierich ist in der Regel das Zelt der Kräuterhexen. Heike und Norbert Reher preisen dort Apfelkonfitüre mit Nüssen oder auch mit Marzipan an. Das Duftpotpourri ist hingegen ein Dauerbrenner im Angebot. Neu in diesem Jahr ist die Häkelware am Stand: In die kleinen „Sorgensöckchen“ kann man eben diese stecken. Ob´s hilft? In jedem Fall eine nette Idee. Richtige Socken gibt es auch, natürlich handgestrickt. 

Alles was die Biene produziert hat Helmut Borrack an seinem Stand. Er sei zum neunten Mal dabei, rechnet er kurz. „Dann müssen wir uns für das kommende Jahr wohl was einfallen lassen“, blickt sein Sohn Carsten auf das zehnte Jahr des Imkers auf dem Fliericher Adventsmarkt. 

Viele Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf, etwa an den Essensständen.

Es ist Mittag: Die Schlange am Grill wird immer länger. Currywurst, Mantaplatte oder einfach nur Pommes sind gefragt. Mit Kuchen decken sich die Besucher im Gemeindehaus ein. Entweder, um ihn sofort zu schlemmen oder für das heimische Kaffeetrinken am Nachmittag. 

Auf dem Adventsmarkt werden alle eingebunden. Der evangelische Posaunenchor bläst „Stairway to heaven“ ins Horn. Eine Gruppe lädt zum Brettspiel oder Billard. Mitglieder des Heimatvereins schenken derweil selbst gemachten Eierlikör oder die Geschmacksrichtung Kaffee-Toffee aus. 

Neue Flaschen für den Kräuterschnaps

Und sie stellen den beliebten Kräuterschnaps „Backhuisdrooben“ in neuer Verpackung vor. Die Steingutflasche mit Bügelverschluss weicht einer modern designten schwarzen Flasche mit Korken. Der Eindruck, dass weniger Besucher kommen, täusche, erklärt Vereinsvorsitzende Heike Kleineweischede. 

„Das ist jetzt das dritte Jahr, in dem die Besucher über den Tag verteilt kommen. Weil wir den Platz komplett, die Stände entzerrt haben, bleibt das Gedrängel früherer Jahre aus. Die Leute können in Ruhe schauen, müssen nicht lange anstehen.“ In der Tat füllt sich der Platz vor dem Backhuis spätestens als der Nikolaus samt Knecht Ruprecht mit Treckerkutsche vorfährt.

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