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Fertigstellung verschiebt sich erneut: Arbeiten an der Alten Mühle dauern bis Jahresende

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Von: Kira Presch

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Alte Mühle Bönen
Bis Jahresende soll die Alte Mühle nach den neuesten Plänen saniert sein. © © Andreas Rother

Die Sanierungsarbeiten an der Alten Mühle gehen erneut in die Verlängerung. War zuletzt die Rede von der 45. Kalenderwoche für die Schlüsselübergabe an die VHS gewesen, muss nun, nach letzten Informationen aus dem Rathaus, der Abschluss der Arbeiten erneut nach hinten verschoben werden.

Bönen – „Ich hätte mir gewünscht, dass wir frühzeitig von der Gemeinde informiert worden wären“, sagt Esther Hahm von der VHS Kamen-Bönen. „Aber aktuelle Informationen haben wir bisher leider immer nur auf Nachfrage erhalten.“

Es dauert und dauert und dauert... Die Sanierungsarbeiten an der Alten Mühle, die Mitte Oktober 2019 starteten, werden langsam zur unendlichen Geschichte. Bei diesem Projekt kam alles zusammen: zusätzliche Schäden, die die Zeitpläne durcheinander brachten, die Corona-Pandemie, die zeitweise alles lahmlegte und die daraus resultierenden Lieferengpässe und vollen Auftragsbücher der Handwerker. Das Resultat: Die Fertigstellung des Bönener Wahrzeichens rückte immer weiter nach hinten.

Warten auf aktuelle Informationen

Nun ist es amtlich: Der Abschluss der Sanierungsarbeiten wird auch in der zweiten Novemberwoche nicht möglich sein. Das teilte Isabel Trößer aus der Bauabteilung des Rathauses auf Nachfrage des WA jetzt mit. „Bis Ende des Jahres sind wir auf jeden Fall noch beschäftigt.“

In der VHS-Zweckverbandsversammlung Ende August hatte der zuständige Fachbereichsleiter Jörg-Andreas Otte noch die frohe Botschaft verkündet, dass die Mühle Mitte November fertig würde. „Das ist die letzte Information, die wir haben“, berichtet Hahm. „Am 4. Oktober haben wir schriftlich bei der Verwaltung angefragt, ob der November-Termin steht. Bis jetzt haben wir keinen aktuellen Zeitplan erhalten.“ Nach dem Gespräch, am Mittwoch, erhielt Hahm dann einen aktualisierten Zeitplan aus dem Rathaus.

Veranstaltungsorte vorsorglich verschoben

Nach ihren Erfahrungen in der Vergangenheit hat Esther Hahm Veranstaltungen, die ab 15. November in der Alten Mühle geplant waren, vorsorglich auf andere Veranstaltungsorte verschoben – glücklicherweise. „Ich wollte vermeiden, dass wir erneut kurzfristig auf die Suche nach geeigneten Räumen gehen müssen.“

Das Puppentheater Lille Kartofler wird deshalb am 28. November im Haus der Bildung in Kamen-Heeren stattfinden, ebenso wie der Kursus Tibetisches Yoga am 4. Dezember. Der Vortrag von Janine Teuppenhayn über heimische Gartenvögel am 28. November wurde in den Ratssaal verlegt. Esther Hahm hofft nun, dass zumindest der stets gut besuchte Vortrag von Ernst Schnübbe zum Thema ältere Hunde am 25. Januar wieder in der Mühle stattfinden kann. „Bei der Harry Potter Booknight am 5. Februar wird die Alte Mühle definitiv keine Station sein“, bedauert Hahm. „Das war uns zu unsicher.“

VHS hofft, die Mühle zum Semesterstart wieder nutzen zu können

Am 14. Februar startet das neue Semester. „Da gehen wir davon aus, dass wir unsere Veranstaltungen wieder in der Mühle planen können. Leider mussten wir in der Vergangenheit unsere Planungen umwerfen und Kursteilnehmer immer wieder vertrösten, da kommen dann auch viele Absagen. Bei allem Verständnis für die Probleme – als Bildungseinrichtung und Veranstalter muss man Planungssicherheit haben – und Gebäude, in denen Veranstaltungen stattfinden können.“

Wer vor der Alten Mühle steht, fragt sich, was da denn noch gemacht werden muss. Diese Frage hören auch die Mitarbeiter im benachbarten VHS-Büro regelmäßig. Von außen sieht die Mühle inzwischen durchaus propper aus. Aber der Innenausbau ist immer noch nicht abgeschlossen.

Trockenbau, Beleuchtung und Anstrich noch nicht fertig

„Ende vergangener Woche wurde die Haupteingangstür erneuert. In dieser Woche erfolgt der Einbau des Türantriebs. Für die hintere Eingangstür fehlen noch einzelne Beschlagteile, hier steht noch kein Montagetermin fest“, gibt Isabel Trößer Auskunft über die noch anstehenden Arbeiten. „Trockenbauarbeiten im Ausstellungs- und Vortragsraum, im Foyer und im Bereich des Archivs müssen noch durchgeführt werden. Zudem muss die komplette Beleuchtung erneuert werden. Danach können die Maler mit ihrer Arbeit beginnen.“

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