Rat von Verbraucherschützern: Nicht anrufen - und vor allem nicht zahlen!

"Blaue Briefe" in den Briefkästen: Falsche Inkasso-Firma versucht Abzocke

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Mit solchen Schreiben versuchen die Betrüger an das Geld der Empfänger heranzukommen.

Bönen – Blaue Briefe flattern derzeit in Bönener Briefkästen und sorgen bei den Empfängern erst mal für einen Schrecken. Der Absender: Die Mon Expert Inkasso AG, die als Adresse Mainzer Landstraße 50, Frankfurt/Main angibt.

Die versendet derzeit „letzte außergerichtliche“ Mahnungen und fordert darin die sofortige Zahlung der Gesamtforderung in Höhe von 283,46 Euro aus einem angeblichen Dienstleistungsvertrag mit „Top100 Gewinnspiel/ Eurojackpot 49“.

Eine WA-Leserin, die dieses Schreiben jetzt erhielt, ist sich sicher: „Ich habe niemals einen derartigen Vertrag abgeschlossen. Das ist eine Fälschung.“ Sie übergab die falsche Mahnung an unsere Redaktion. 

Auch das Internetportal Verbraucherschutz.com warnt bereits vor den falschen Inkassofirmen: „Betrüger versuchen regelmäßig, im Gewand von Rechtsanwälten, Inkasso-Unternehmen oder anderen erfundenen Dienstleistern ahnungslose Verbraucher abzuzocken. Diesmal wurden gleich mehrere Inkasso-Unternehmen frei erfunden, die unter den Namen Mon Expert Inkasso AG, Expert AG, Sepa Inkasso, Inkasso FED AG oder Portex Inkasso firmieren.“ 

Die drohen bereits in der ersten Mahnung mit Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung durch einen Gerichtsvollzieher und Pfändung, falls der angebliche Schuldner nicht zahlt.

Das Portal warnt Betroffene, auf keinen Fall zu zahlen. Das angehängte Überweisungsformular weist trotz deutscher Adresse eine Kontonummer in Großbritannien aus. 

Empfänger sollten auch nicht versuchen, sich mit dem Absender über die angegebenen Telefonnummern in Verbindung zu setzen. Es handelt sich nämlich um kein real existierendes Inkasso-Büro. Wer einen solchen betrügerischen Mahnbrief in seiner Post findet, sollte sich an die Polizei wenden oder den Brief direkt in den Papierkorb werfen.

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