Fachbetriebe beseitigen Giftraupen in Bönen

+
Florian Lehn aus Werl saugt am Mergelbergwald die Gespinstnester von den Bäumen.

Bönen - Noch eine oder zwei Wochen, dann werden aus den behaarten Raupen braun-graugefärbte Nachtfalter. Der etwa 25 bis 32 Millimeter große Eichenprozessionsspinner schwärmt bis in den September hinein, und die Weibchen legen in dieser Zeit bis zu 200 Eier innerhalb weniger Tage an die Zweige der Eichen. Entsprechend wächst die Population Jahr für Jahr. Um sie einzudämmen, müssen die Raupen mit den giftigen Haaren rechtzeitig beseitigt werden. Und damit sind zurzeit Mitarbeiter eines Fachbetriebes in der Gemeinde beschäftigt.

„Wir lassen sukzessiv die gemeldeten Nester beseitigen, soweit sie im öffentlichen Raum sind und von ihnen eine direkte Gefahr ausgeht, etwa an Schulen, Kitas und Spielplätze“, berichtet Fachbereichsleiter Robert Eisler von der Gemeindeverwaltung. „Wir sind aber nicht in der Lage, alle, teilweise im Waldbereich gemeldeten Bäume, behandeln zu lassen.“ Dort bleibe es beim Warnhinweis. „Die Bereiche können von den Bürgern gemieden werden“, so Eisler. 

Die Raupe ist inzwischen so weit in der Region verbreitet, dass die Experten mit der Beseitigung kaum hinterherkommen. Bei der entsprechenden Schutzkleidung gab es jetzt sogar Lieferengpässe, sodass sich die Arbeit in der Gemeinde verzögert hat, wie der Fachbereichsleiter angibt. 

Experten sind zurzeit gefragt

Am Mergelbergwald war gestern Vormittag Florian Lehn aus Werl damit beschäftigt, die Gespinstnester mit den Larven abzusaugen. Trotz der angespannten Auftragslage sollten Gartenbesitzer, die auf ihrem Grundstück einen befallenen Baum entdecken, nicht eigenmächtig versuchen, sich der Schädlinge zu entledigen. Kontakte zu den Fachbetrieben vermittelt die Gemeindeverwaltung unter der Telefonnummer 93 30.

Lesen Sie dazu auch: Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Bönen aus

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare