Vielfalt im Audioformat

Kirche mit Podcast: Glaube und Hoffnung für die Ohren

Denkanstöße der Evangelischen Gemeinde gibt es zum Anhören.
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Denkanstöße der Evangelischen Gemeinde gibt es zum Anhören.

Podcasts sind im Trend, kein Zweifel. Gerade in der jetzigen Zeit, während der sich ein Großteil der Freizeit in den eigenen vier Wänden abspielt, sind die informativen und unterhaltsamen Audioformate für viele Menschen eine willkommene Abwechslung. Die Themen der Sendungen sind vielfältig: Von Diskussionen im Bereich der Film- und Videospielkultur über informative Nachrichtenformate bis hin zu wissenschaftlichen Themen lässt sich alles finden. Ein Podcast-Angebot, das unter den Themen Glaube und Hoffnung eingeordnet werden kann, gibt es nun aus Bönen.

Bönen – Die Evangelische Kirchengemeinde Bönen präsentiert unter dem Motto „Gedanken für den Tag“ auf ihrer Homepage kurze, stärkende Audiobotschaften. „Da zur Zeit keine Präsenzgottesdienste stattfinden dürfen, sind wir auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, das Wort Gottes zu verbreiten“, erläutert Pfarrer Joachim Zierke die Idee hinter dem neuen Online-Projekt.

In den vergangenen Monaten stellten er sowie Susanna Krämer-Puzicha, Detlef Belter und Thomas Melloh bereits einige Gottesdienste in Videoform ins Internet, zum Beispiel an den Ostertagen des vergangenen Jahres oder an Heiligabend. Die Umsetzung dieser audiovisuellen Angebote war jedoch stets mit viel Aufwand verbunden. Mit den Podcasts startete nun eine weitere Möglichkeit, die Gemeindemitglieder zu erreichen, die leichter und schneller zu produzieren ist und dadurch – so der Plan – regelmäßiger erscheinen kann.

Kleine Anregungen, kurze Geschichten und mutmachende Gedanken

Zu hören sind keine ganzen Gottesdienste im Audioformat. Vielmehr besteht die Reihe „Gedanken für den Tag“ ganz im Sinne des Titels aus kleinen Anregungen, kurzen Geschichten, mutmachenden Gedanken, im Schnitt 90 Sekunden bis zwei Minuten lang. Schon die zwei bislang verfügbaren Episoden zeigen auf, in welche Richtung es geht. Und wie unterschiedlich die Folgen mitunter gestaltet sind.

So führt in der ersten verfügbaren Podcast-Episode Joachim Zierke seine Gedanken zu den Bibelzeilen „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“ aus. Der Pfarrer geht auf die Beschaffenheit von Zeit ein, auf Veränderungen, auf die Vergänglichkeit von schönen wie auch schmerzhaften Erinnerungen. Und dass es die Unterscheidung zwischen schöner und schlechter Zeit bei Gott nicht mehr geben wird.

In der zweiten Folge können die Hörer einem Dialog zwischen Martina Schmidt und Dirk Bennemann folgen. Es geht um die Reste eines Christstollens, die die beiden Dialogpartner dazu bringen, über Erinnerungen und Erfahrungen zu philosophieren: Einiges behalten wir im Herzen, anderes sortieren wir aus. Die beiden beschließen, in diesem Jahr nur das mitzunehmen, was sich lohnt und bereichernd wirkt, um so Zuversicht und Kraft zu schöpfen.

Wer will noch mitmachen?

Zwei Folgen, die sich sowohl inhaltlich als auch personell unterscheiden. So vielfältig soll es weitergehen. „Ich frage gerade viel herum, wer Interesse daran hat, den Podcast mitzugestalten“, erzählt Joachim Zierke. Im Idealfall sollen die Episoden eine möglichst große Bandbreite der Bönener Gemeinde abbilden. So ist es wahrscheinlich, dass neben Zierke auch Pfarrerin Susanne Krämer-Puzicha und die Pfarrer Detlef Belter und Thomas Melloh in Zukunft durch Podcast-Folgen führen, darüber hinaus aber auch viele weitere Bönener Stimmen zu hören sein werden.

„Besonders freuen würde ich mich über eine Beteiligung der Jugendlichen“, ergänzt Joachim Zierke. Für die Aufnahmen hat sich der Pfarrer in ein einfaches Schneideprogramm eingearbeitet und ein Mikrofon besorgt. Ein weiteres Mikrofon, das bei Bedarf von den potenziellen Mitgestaltern ausgeliehen werden kann, wird ebenfalls zeitnah zur Verfügung stehen. In der nächsten Folge wird aber wohl noch einmal erneut Joachim Zierke zu hören sein. „Ich habe schon ein paar Folgen vorproduziert, damit das Angebot anlaufen kann“, erklärt er.

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