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Erster Spatenstich für den Bau des Dorfgemeinschaftshauses

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Von: Kira Presch

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Erster Spatenstich für das Dorfgemeinschaftshaus: Stephan Rotering, Karsten Rulle, Isabel Troeßer, Claudia Gebhard (von links) und Vertreter der Fraktionen.
Den symbolischen ersten Spatenstich für das künftige Dorfgemeinschaftshaus auf dem Gelände der ehemaligen Ermelingschule machten Bürgermeister Stephan Rotering, Architekt Karsten Rulle, Isabel Troeßer von der Bönener Verwaltung, Ortsvorsteherin Claudia Gebhard (von links) und Vertreter der Fraktionen. © Presch Kira

Jetzt geht’s wirklich los! Dieser Satz schwebte über den zahlreichen Gästen, die sich den ersten Spatenstich und damit den offiziellen Start der Bauarbeiten zum Dorfgemeinschaftshaus (DGH) am Montagmittag auf dem Gelände der ehemaligen Ermelingschule nicht entgehen lassen wollten.

Bönen – „Mit so viel Interesse hatte ich gar nicht gerechnet“, freute sich Ortsvorsteherin Claudia Gebhard, die sich fragte, ob der vorbereitete Imbiss anschließend für alle reichen würde. „Es hat sich ja auch in der Vergangenheit schon einiges bewegt, aber jetzt sieht man endlich was.“

Damit der Baustart für alle greifbar wurde, griffen Gebhard, die zugleich Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Dorfgemeinschaftshaus ist, Bürgermeister Stephan Rotering, Architekt Karsten Rulle, Isabel Troeßer vom technischen Gebäudemanagement der Gemeinde und Vertreter der Ratsfraktionen symbolisch zum Spaten. Den Aushub für das Fundament erledigt jetzt der Radlader des Bauunternehmens.

Enger Zeitrahmen

„Wir wünschen uns, dass alles klappt, dass die Handwerker gut vorankommen und das Haus schön wird“, sagte Claudia Gebhard nach dem symbolischen Akt. „Dass so viele Bürger heute gekommen sind, zeigt, wie wichtig das Projekt im Süden der Gemeinde ist“, ergänzte Bürgermeister Rotering. „Alle fiebern dem Projekt entgegen, das zeigen auch die vielen Anfragen in der Zwischenzeit, ob die Fördergelder gefährdet sind. Nein, das sind sie nicht, aber wir haben jetzt ein strammes Programm, denn wir müssen bis Ende 2023 fertig werden.“

Fördergeld und Eigenleistung

Schließlich wird das Projekt DGH mit 250 000 Euro vom Land gefördert und hat letztmalig Verlängerung bekommen, nachdem sich der Baubeginn immer wieder verzögert hatte. Rotering dankte der lokalen Politik für die Unterstützung und dem Land für die Fördermittel.

„Die Vorfreude auf das geplante Kultur- und Sportzentrum ist riesig, allein die Gründung des DGH-Vereins mit 118 Mitgliedern war ein Riesenhit“, so Stephan Rotering weiter. „Jetzt sind alle heiß drauf, hier anpacken zu können.“

Tatsächlich wird der DGH-Verein, so die Planung, auch Eigenleistung bei der Erstellung des neuen Dorfgemeinschaftshauses einbringen. „Das müssen wir dann später mit in die Planung einbringen“, bestätigt Fachbereichsleiter Robert Eisler.

Weitere Ausschreibungen

Zunächst sind die ersten drei Gewerke im Einsatz im Bereich Tiefbau, Betonarbeiten und Holzrahmenbau. Dafür seien bereits 120 000 Euro Fördermittel geflossen, so Eisler. Die nächsten Ausschreibungen gehen jetzt für Arbeiten an Dach, Fenstern, Boden, für Elektro- und Malerarbeiten raus. Dafür können die restlichen 130 000 Euro Fördermittel abgerufen werden.

Da hofft die Verwaltung, dass sie positive Rückmeldungen auf ihre Ausschreibungen erhält. „In der Vergangenheit haben wir erlebt, dass wir teilweise gar keine Angebote von Handwerkern erhalten haben“, schildert Robert Eisler das Problem der vollen Auftragsbücher im Handwerk. Das würde den Bau verzögern.

Der Fachbereichsleiter ist aber optimistisch, dass sich die Lage auf dem privaten Bausektor derzeit etwas entspannt, sodass die Gemeinde mit dem Projekt davon profitieren könnte. Schwierig sei aber nach wie vor die Materialbeschaffung, und die Gewerke seien abhängig von den Lieferzeiten.

Wärmepumpe statt Gasheizung

Die letzten Entwicklungen auf dem Energiemarkt haben zudem eine Änderung in der Planung notwendig gemacht: Statt einer Gasheizung erhält das Haus jetzt eine Luft-Wärme-Pumpe. „Wir wollen in diesen Zeiten bei einem Neubau unabhängig von Gaslieferungen sein“, erläutert Eisler. Das sei allerdings um einige Tausend Euro teurer. Das Projekt habe sich seit der ursprünglichen Planung aber ohnehin verteuert.

Derzeit liegt die Kalkulation der Gesamtkosten bei 575 000 Euro. Ob es am Ende dabei bleibt, wird man sehen, denn die Materialkosten bleiben auf hohem Niveau. „Billiger wird es nicht“, ist Eisler sicher.

PV-Anlage und Dachbegrünung erst später

Weil die Förderung ein Festbetrag ist, egal wie hoch die tatsächlichen Kosten steigen, werden eine Dachbegrünung und eine Photovoltaikanlage zunächst aus Kostengründen nicht umgesetzt. Das Dach sei aber so geplant, dass eine spätere Dachbegrünung und die Installation einer Photovoltaikanlage möglich sind. „Das ist vielleicht später durch eine Förderung möglich“, hofft Robert Eisler.

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