Ein erster Blick ins neue Zuhause: Wohnheim "Auf dem Holtfeld" fast fertig

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Familie Kalina mit einem der beiden Geschäftsführer der Lebensräume gestalten gGmbH, Christoph Mertens, in einem Aufenthaltsraum des Wohnheims.

Bönen – Es riecht nach frischer Farbe im Wohnheim für Menschen mit Behinderung „Auf dem Holtfeld“, in den Ecken hängt noch der Baustaub – und es ist rappelvoll: Am Freitag konnten die zukünftigen Bewohner zum ersten Mal einen Blick in ihr neues Zuhause werfen.

Philipp Amsel ist einer von ihnen. Er schaut sich mit seiner Familie sein zukünftiges Zimmer in der ersten Etage an. „Es ist schön groß und hell“, findet er und freut sich bereits darauf, hier einzuziehen. Bis jetzt hat der 28-Jährige bei seinen Eltern in Bergkamen gelebt. Nun ist es Zeit, auszuziehen. 

Noch ist sein zukünftiges Zimmer allerdings leer. Denn das Mobiliar wird erst noch geliefert, erklärt Eckart Mank. Er ist Bereichsleiter im Wohnhaus und freut sich, dass so viele Angehörige mit den Bewohnern das neue Gebäude besuchen. 

Erleichterung für manche Familien

An diesem Tag ist er ein gefragter Gesprächspartner. Viele der Besucher haben noch Fragen: Wann darf man das Zimmer einräumen? Kann man die Fenster abschließen? Sind Übernachtungsgäste erlaubt? 

Für manche Familien ist der Umzug nach Bönen eine echte Erleichterung. Petra Klawitter hat bereits vorher in einem Wohnheim in Bad Oeynhausen gelebt. Wenn ihre Mutter sie besuchen wollte, musste sie mit dem Zug von Hagen aus dorthin fahren. Das dauert mit Umstieg in Hamm mehrere Stunden. Jetzt ist der Weg viel kürzer. 

Den Angehörigen und Bekannten von Petra Klawitter gefällt die freundliche Atmosphäre im Wohnheim.

Die Angehörigen der 56-Jährigen loben die neue Einrichtung: „Die bodentiefen Fenster sind toll, da kann man auch aus dem Rollstuhl nach draußen schauen“. Die Einrichtung sei schön hell und freundlich gestaltet. Insgesamt ist im Wohnheim für 24 Menschen mit Behinderung Platz. Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer mit Bad. 

Bewohner Thorsten Vulpius in seinem neuen Zimmer.

Jeweils sechs Personen leben in einer Gruppe mit gemeinsamem Aufenthaltsraum, von dem aus man Zutritt auf eine große Terrasse oder Balkon hat. „Bei der Tagesgestaltung planen wir, viel gruppenübergreifend zu arbeiten“, meint Eckart Mank. Die Gruppen selbst seien altersmäßig bunt gemischt. In Planung seien aber interessensorientierte Angebote für bestimmte Zielgruppen – etwa Beauty-Aktionen für die jungen Frauen oder ein Fußball-Stammtisch für die „mittelalten“ Männer. 

Nähe zur Innenstadt ein wichtiger Faktor

Lebendig solle es werden, verspricht Eckart Mank. Was viele Angehörige neben dem durchdachten Angebot am Wohnheim schätzen, ist die Innenstadtnähe. So können die Bewohner am Leben in Bönen teilhaben und zum Beispiel selbst einkaufen fahren. 

Familie Kalina hat lange auf den Platz im Wohnheim gewartet. „Seitdem klar ist, dass das Wohnheim hier gebaut werden soll, war für uns klar, dass wir hier einen Platz für unseren Sohn Moritz haben wollen“, erklärt der Vater. 

Sie hätten sich bewusst wegen der Lage und des überzeugenden Konzepts für die Einrichtung entschieden. Schließlich sei das für die Bewohner entscheidend. 

Am Freitag ist die Stimmung bereits außerordentlich gut. Bei Würstchen und Getränken kommen Mitarbeiter, Bewohner und ihre Angehörigen ins Gespräch, außerdem wird eine Fotowand mit allen neuen Gesichtern angefertigt. 

Bis alles fertig ist, dauert es nicht mehr lange, sagt Christoph Mertens, einer der beiden Geschäftsführer: „Geplant ist, dass die Bewohner am 15. April einziehen können.“

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