Erst mal auf die Warteliste:  Schwimmkurse in Bad&Sauna sehr gefragt

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Damit Kinder ihre Schwimmflügel nicht mehr brauchen, sind Schwimmkurse auch in Bönen sehr begehrt.

Bönen – Alle Kinder sollten schwimmen können, da sind sich alle einig. Wer sein Kind in der Gemeinde zum Schwimmkursus anmelden möchte, der muss teilweise viel Geduld haben, denn die Anfängerkurse der drei Anbieter in Bad&Sauna sind sehr gefragt und fast alle ausgebucht.

Dass ein Kind sicher schwimmen kann, ist gar nicht so selbstverständlich. In den Bönener Grundschulen haben die Schüler ab der zweiten Klasse Schwimmunterricht. Dort sind Schwimmkenntnisse nicht Voraussetzung, aber gern gesehen. 

Eltern, die ihre Sprösslinge zu einem Schwimmkursus von GSW, DLRG oder TuS Bönen in Bad&Sauna anmelden wollen, müssen sich jedoch gedulden: Für die meisten Kurse gibt es Wartelisten, denn die Nachfrage ist groß. 

Die meisten Kinder lieben es, im Wasser herumzutollen. Um sich aber sicher in dem nassen Element bewegen zu können, sind grundierte Schwimmkenntnisse Voraussetzung. Viele Eltern wollen auf Nummer sicher gehen und ihren Nachwuchs frühzeitig zum Schwimmkurs anmelden. Das ist in den Anfängerkursen ab fünf Jahren möglich. 

Angeboten werden die Kurse, die erfolgreich mit dem Seepferdchen abschließen, von den Gemeinschaftsstadtwerken Kamen, Bönen, Bergkamen (GSW) als Betreiber von Bad&Sauna in Kooperation mit dem Hammer Unternehmen Blickwechsel, der TuS Bönen sowie der DLRG. 

Obwohl sie zusammen zahlreiche Anfängerkurse anbieten, ist die Anfrage höher, wie die Wartelisten zeigen. Für eine Erhöhung der Kurszahlen wären nicht nur mehr Übungsleiter erforderlich, sondern auch eine Ausweitung der Trainingszeiten. Die sind aber bereits ausgeschöpft. 

Am Ende eines erfolgreichen Anfängerschwimmkurses steht das  Schwimmabzeichen Seepferdchen.

Seit 20 Jahren erteilt Elke Wegner als Übungsleiterin der TuS Bönen Schwimmunterricht. Maximal zwölf Kinder können teilnehmen an den Kursen, die unterschiedlich lange dauern, da sie von einem Schulferienende zum nächsten Ferienanfang dauern. „Der aktuelle Kurs geht diesmal von Januar bis April mit 14 Stunden ungewöhnlich lang. Oft dauern die Kurse auch nur acht bis zehn Wochen“, so Elke Wegner. Deshalb schafften die wenigsten Kinder das Seepferdchen in einem Kursus, sondern benötigten einen weiteren. „Wiederholer haben aber Vorrang und müssen nicht auf die Warteliste.“ 

Dass die Kinder schon einige Stunden brauchen, um sich sicher im Wasser bewegen zu können, liegt vielleicht auch an den höheren Anforderungen, auf die sich Elke Wegner und ihre Übungsleiter-Kollegen bei der TuS Bönen geeinigt haben: „Bei uns müssen die Kinder in ein 1,35 Meter statt 0,90 Meter  tiefes Becken springen und zweimal 25 Meter schwimmen, und zwar mit Abstand zum Rand. Nur so können wir guten Gewissens das Seepferdchen bescheinigen und davon ausgehen, dass das Kind sich sicher im Wasser bewegt und nicht ertrinkt, wenn es allein im Becken ist.“ Sicherheit geht eben vor. 

Schwierig sei es allerdings, räumt Elke Wegner ein, die Theorie abzufragen. Denn für das Seepferdchen müssen die Kinder die Baderegeln beherrschen. „Das abzufragen ist in der großen Schwimmhalle bei Bad&Sauna schon wegen der Akustik oft gar nicht möglich. Da müssen wir auf die Unterstützung der Eltern setzen.“ Die meisten Eltern buchen Schwimmkurse, damit ihre Kinder bereits Grundkenntnisse haben, wenn der Schwimmunterricht in der Schule beginnt, so Wegners Einschätzung. 

Schwimmkentnisse von den Schulen empfohlen, aber nicht Voraussetzung

An der Goethegrundschule findet ab der zweiten Klasse Schwimmunterricht statt, so Schulleiterin Annegret Berg. „In der Regel haben 50 Prozent der Kinder das Seepferdchen. Voraussetzung ist das aber nicht. Wir unterteilen die jeweils vier Klassen in Schwimmer und Nichtschwimmer. Da wir mit drei Lehrern den Schwimmunterricht durchführen, können wir auch für den Anfängerunterricht einen Kollegen abstellen, der mit ins Schwimmbecken geht. Am Ende der vierten Klasse können in der Regel alle Kinder schwimmen.“ Für alle, die in der vierten Klasse noch nicht schwimmen können, gebe es eine Schwimm-AG. So verließen alle Kinder die Goetheschule zumindest mit dem Seepferdchen-Abzeichen. 

An der Hellweggrundschule wird in den zweiten und vierten Klassen Schwimmunterricht erteilt. „Den Schwimmunterricht betreuen jeweils vier Lehrer, sodass wir auch die Nichtschwimmer intensiv betreuen können“, so Schulleiterin Antje Anbring-Keiter. „Da wir erst in der zweiten Klasse mit dem Schwimmunterricht beginnen, wenn die Kinder bereits sieben oder acht Jahre alt sind, fragen wir bei Anmeldung ab, ob das Kind bereits schwimmen kann.“ 

Voraussetzung sei das nicht, aber Eltern werde empfohlen, das erste Schuljahr zu nutzen und ihre Kinder in einen Schwimmkurs zu schicken. „Die Schwierigkeit ist, alle Kinder während des Unterrichts mit vier Klassen in das kleine Lehrschwimmbecken zu bekommen, denn uns steht ja nur eine begrenzte Unterrichtszeit in Bad&Sauna zur Verfügung.“ Dennoch verließen am Ende alle Viertklässler die Hellwegschule mit dem Seepferdchen, die meisten auch mit dem Schwimmabzeichen in Bronze.

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